WorldWine Leser fragen...

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29. März 2011

Manfred Bieller fragt: Was für einen Wein trinkt man zu Fisch. Ich habe da keine Ahnung.

EWW antwortet: Eine einfach klingende Frage, auf die es aber keine ganz einfache Antwort gibt. Und zwar vor allem deshalb, weil Fisch nicht gleich Fisch und Fischrezept nicht gleich Fischrezept ist, und weil selbst Weine derselben Herkunft und desselben Jahrgangs ziemlich unterschiedlich schmecken können, je nachdem, wer sie gemacht hat.

Im Prinzip gilt, dass Fisch geschmacklich delikater ist als beispielsweise Fleisch. Also passen allzu vorlaute, stark aromatische oder extrem kräftige und körperreiche Weine nur in den selteneren Fällen, weil sie das Eigenaroma des Fischs übertönen könnten. Ansonsten sind den Variationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt, und herzhafte Saucen auf Butterbasis vertragen sogar durchaus tanninbetonte Rotweine.

Generell wird man zu gedämpftem und gegrilltem Fisch eher leichtere, neutralere Weißweine wie Müller-Thurgau oder Silvaner Kabinett, Vinho verde aus Portugal, leichteren Grünen Veltliner oder Welschriesling aus Österreich, vielleicht auch einen trockenen Orvieto aus Italien empfehlen. Fisch mit kräftigen Saucen oder gebackener Fisch vertragen auch aromatischere oder kräftige Weiße wie einen Riesling, einen Sauvignon blanc oder einen Gewürztraminer.

Aber: All diese Empfehlungen können auch gründlich "in die Hose gehen". Ob der Fisch und der Wein zusammen passen, hängt letztlich doch wieder davon ab, wie genau der Fisch zubereitet, wie der einzelne Wein gemacht wurde. Wie bei allen Kombinationen von Speisen und Weinen gilt auch hier: Probieren geht über Studieren!


12. August 2010

Joachim Schwaiger fragt: Es scheint mir so, dass die 13 Weinregionen Deutschlands bezüglich der A.P.-Nr. zum Teil unterschiedliche Größen und damit Bedeutungen aufweisen. (Z.B. Bayern und Rheinland-Pfalz) Haben Sie bzw. gibt es eine Übersicht, aus der ersichtlich ist, wie die A.P.-Nummern der einzelnen Regionen aufgebaut sind? Für eine Info danke ich schon im Voraus.

EWW antwortet: Es ist tatsächlich so, dass die A.P.-Nummern in den Bundesländern, nicht in den einzelnen Weinbaugebieten, unterschiedlich ausfallen. Ursache dafür ist die Tatsache, dass die jeweiligen Bundesländer verschieden große und komplexe Weinbaustrukturen besitzen.

Rheinland-Pfalz mit seinen riesigen Weinbauflächen und zahlreichen Weinbaugebieten hat das wahrscheinlich komplexeste System von A.P.-Nummern. Hier steht die erste Ziffer für die Prüfstelle, dahinter folgen zwei oder drei Stellen für den Ort, drei Stellen für den Erzeuger bzw. Abfüller (ein Betrieb kann aber auch mehrere Nummern beantragen) und noch einmal drei Stellen für den Antrag bzw. den genauen Wein dieses Abfüllers. Die letzten beiden Ziffern stehen für das Antragsjahr (nicht für den Weinjahrgang).

In Bundesländern mit nur einer Prüfstelle entfallen die entsprechenden Ziffern, Länder mit nur wenigen Weinbaubetrieben sparen sich auch die Ortskennzahl.

Am besten liest man die A.P.-Nummern von hinten: dann stehen die ersten beiden Ziffern für den Antragsjahrgang, die nächsten drei für den Antrag bzw. den Wein und wieder die nächsten drei für den Betrieb, dann folgen ggf. der Ort und die Prüfstelle.


11. August 2009

Janusz Dudkowski fragt: Was gibt's beim "Grünen Punkt" für Weinhändler zu beachten? Wer muss was bezahlen? Wo bekomme ich seriöse Infos?

EWW antwortet: Bei solchen Detailfragen aus der Handessphäre gibt es bestimmt kompetentere Ansprechpartner. Unter Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH - Home sollten Sie das Wichtigste zu diesem Thema finden.


24. Mai 2009

Afraa Zammam fragt: Gibt es eine Statistik zum Weinkonsum bei verschiedenen Alters- und Preisgruppen in Deutschland?

EWW antwortet: Eine Statistik zum Weinkonsum in den unterschiedlichen Altersgruppen können wir auf die Schnelle nicht finden, bleiben aber am Ball. Bei den Preisgruppen bietet sich folgendes Bild: < 1,50 EUR = 29,7 % des konsumierten Weinvolumens, 1,50 - 2,50 EUR = 35,8 %, 2,50 - 3,50 EUR = 18,6 %, 3,50 - 5,00 EUR = 10,6 %, mehr als 5,00 EUR = 5,3 % (Quelle: Rabobank)


22. April 2009

Franz Wagner fragt: Was heißt eigentlich "pinking". Habe dieses Wort schon öfters in Verbindung mit leicht gefärbten Weißweinen gehört, kann mir aber sonst nichts darunter vorstellen.

EWW antwortet: Unter "pinking" (zu engl. pink "rosa") versteht man eine selten auftretende rosa Verfärbung von Weißweinen nach dem Füllen, die vermutlich starken oxidativen Einflüssen während des Füllens geschuldet ist. Was dabei in chemischer Hinsicht genau mit dem Wein passiert, wurde noch nicht schlüssig nachgewiesen.