Na ja, eigentlich war's ja dann doch kein Skandal, sondern nur ein Skandälchen. Jedenfalls ging das große Brunellogate irgendwann aus wie das sprichwörtliche Hornberger Schießen. Ein paar Hektoliter Wein, die deklassiert wurden, um der Staatsanwaltschaft ein wenig Befriedigung zu verschaffen, etwas Politik und Bürokratie im Export nach den USA, und schon herrschte wieder Friede in Montalcino. Nicht lange allerdings ... von Eckhard Supp - Na ja, eigentlich war's ja dann doch kein Skandal, sondern nur ein Skandälchen. Jedenfalls ging das große Brunellogate irgendwann aus wie das sprichwörtliche Hornberger Schießen. Ein paar Hektoliter Wein, die deklassiert wurden, um der Staatsanwaltschaft ein wenig Befriedigung zu verschaffen, etwas Politik und Bürokratie im Export nach den USA, und schon herrschte wieder Friede in Montalcino. Nicht lange allerdings, glaubt man den Taliban des reinen Weins, die derzeit wieder auf die Barrikaden steigen, um eine für kommende Woche geplante Änderung der Produktionsvorschriften des Rosso di Montalcino noch in letzter Minute zu verhindern.
Blogeintrag - Eckhard Supp - 1.09.2011 - 2 Kommentare
Italiens Weinbau ist in der Krise. Das ist inzwischen kein Geheimnis mehr, auch wenn es manch einer noch nicht wahrhaben will. Marchese Piero Antinori, eine der herausragenden Persönlichkeiten des italienischen Weinbaus, gehört nicht zu denen, die die Augen vor der Realität verschließen. Mit ihm unterhielten wir uns über die Krise, strukturelle Schwächen des italienischen Weinbaus und die jüngsten Skandale, Stichwort Brunellogate ... Dass die Weinbranche in Italien und besonders in der Toskana lange nicht so toll dasteht, wie sie es gerne nach außen hin darstellt, ist schon lange kein Geheimnis mehr, auch wenn es manch einer noch nicht wahrhaben will. Um die aktuelle Situation besser zu verstehen, führten wir vor gut zwei Wochen mit einer der herausragenden Persönlichkeiten des italienischen Weinbaus, Marchese Piero Antinori, im Firmensitz der Kellereigruppe in Florenz ein langes Gespräch.
Analyse - enoverlag - 24.02.2011 - 0 Kommentare