Er ist, zusammen mit seiner Schwester Fernanda, Inhaber des Mode-Unternehmens Liolà mit weltweit 110 Filialien. Er ist zugleich Präsident des italienischen Textilverbandes. Und er ist Winzer. Vittorio Giulini, Ende fünfzig, Spross eines alten Mailänder Adelsgeschlechtes und mehrfacher Millionär, baut bereits seit Jahrzehnten Wein an: in Gavi auf der Tenuta La Marchesa von Novi Ligure und in Frascati auf der Tenuta di Pietra Porzia vor den Toren der ewigen Stadt Rom. Die beiden Güter sind in der Weinwelt noch nicht sehr bekannt, werden vom italienischen Weinführer Gambero Rosso aber immerhin erwähnt. World Wine Magazine sprach mit Giulini über seine Doppelrolle als Mode- und Weinmacher, seine Philosophie und den Stil seiner gekelterten Erzeugnisse. |

EWW: Schauspieler, Regisseure, Architekten, Wirtschaftsbosse, kurz: Fast der ganze Geldadel kauft sich mittlerweile sein eigenes Weingut. Sie haben gleich zwei davon. Wie wurden Sie zum Winzer?
Giulini: Das liegt an der Familie. Die Eltern meiner Mutter lebten zu Beginn des 20. Jahrhunderts lange Zeit in Ägypten, wollten Italien aber nie ganz verlassen. Im Sommer aber ist das Klima in Nordafrika unerträglich. Fast so wie in Rom. Und weil sie auch in Italien nicht völlig auf Ägypten verzichten wollten, haben sie die Tenuta di Pietra Porzia bei Frascati gekauft. Das war vor rund 100 Jahren. Sie sehen also, bei uns in der Familie hat der Weinbau sehr wohl Tradition.
EWW: Und wann sind Sie dann ins Gavi-Gebiet gekommen?
Giulini: Vor 40 Jahren etwa. Ich hatte gerade großen Gefallen am Weinbau gefunden und wollte unbedingt einen weiteren Betrieb aufbauen. Da hat meine Mutter gesagt: Einverstanden, aber es muss etwas in der Nähe von Mailand sein. Schließlich befand sich dort der Sitz unseres Unternehmens. Es ist eben ganz praktisch, wenn man nur eine knappe Stunde mit dem Auto bis zum Weingut fährt.
Trotzdem bleibt die gewaltige Entfernung zwischen Novi Ligure und Frascati.
EWW: Wie schaffen Sie es da, Ihre Tätigkeit an der Spitze eines Mode-Unternehmens und den Weinbau unter einen Hut zu bringen?
Giulini: Wann immer es sich einrichten lässt, bin ich in den beiden Betrieben vor Ort, wo natürlich jeweils eigene Kellermeister beschäftigt sind. Und mit Donato Lanati verfüge ich zudem über einen äußerst renommierten önologischen Berater, der mir in allen fachlichen Belangen zur Seite steht.

EWW: Ihre beiden Weingüter befinden sich in klassischen Weißwein-Zonen. Absicht oder Zufall? Immerhin gibt es im Umkreis von Mailand auch sehr attraktive Rotwein-Gebiete.
Giulini: Nein, das war keine Absicht. Das hat sich einfach so ergeben. Wir haben uns für die Tenuta La Marchesa vor allem deshalb entschieden, weil das gesamte Anwesen meinen ganzheitlichen Vorstellungen von Weinbau sehr nahe kommt. [...]
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| @@@ Weingut & Weinkellerei Alois Lageder - Südtirol - Alto Adige (Italien) Tor Löwengang, Grafengasse 9 - 39040 Margreid - Magré Tel: 0471-809500, Fax: 0471-809550, E-Mail: info@aloislageder.eu, Homepage: www.aloislageder.eu Besitzer: Alois Lageder Weinbergslagen: Löwengang, Haberlehof, Lehenhof, Lindenburg, Benefizium Porer, Rain, Krafuss, Römigberg, Vogelmaierhof, Am Sand, Tannhammer Rebsorten: Weißburgunder, Chardonnay, Grauburgunder, Müller Thurgau, Sauvignon blanc, Gewürztraminer, Lagrein, Grauvernatsch, Spätburgunder, Merlot, Cabernet, Goldmuskateller, Rosenmuskateller Weinnamen: Löwengang, Lehen, Haberle, Krafuss, Lindeburg, Vogelmaier, Am Sand, COR Römigberg, Casòn Hirschprunn jährliche Flaschenfüllung: 1.500.000 Finden Sie Weingut & Weinkellerei Alois Lageder auf Google Maps | |
| Anzeige Alois Lageder steht für eine Unternehmenskultur, die Vieles verbindet: Geschichte und Zukunft, Visionen und ihre Umsetzung. Naturverbundenheit und Weitsicht werden in authentischen Weinen lebendig – als Ergebnis eines ganzheitlichen Konzepts mit nachhaltigem Handeln, aus Respekt vor der Natur, Wertschätzung des Lebensraums und Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Das Thema der Zukunft steht für Alois Lageder schon lange fest: "Wir stehen am Beginn des solaren Zeitalters und sind aufgefordert, uns auf eine Zeit ohne herkömmliche Energiequellen vorzubereiten, erneuerbare Energiequellen zu nutzen." Verzicht auf den Einsatz fossiler Brennstoffe, innovative Methoden der Wärmerückgewinnung, Integration von Solarkollektoren für die Erzeugung von Strom sind einige der Maßnahmen, die Alois Lageder bereits 1995 in seinem Neubau umgesetzt hat. Der Weingutsneubau wurde, der Ausrichtung im Weinbau entsprechend, konsequent nach baubiologischen und ökologischen Kriterien durchgeführt. Seit 2004 wurden alle im Besitz des Weingutes befindlichen Weinberge auf biodynamische Bearbeitung umgestellt. "Biodynamie ist für mich eine logische Konsequenz, ein Teil des Ganzen, der Nachhaltigkeit", sagt er. "Biodynamische Landwirtschaft ist die konsequenteste Form des natürlichen Arbeitens im Weinberg, und auch die in sich schlüssigste, da sie die Gesetze der Ganzheitlichkeit in der Natur respektiert und damit die Rebe, die Erde und den Kosmos vereint und in ihr natürliches, biologisches Gleichgewicht bringt". Biodynamie ist daher ein Teil dieser ganzheitlichen Unternehmenskultur. Sie bedeutet für Alois Lageder einen qualitativen Schritt nach vorne. | ||
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