ass ihn der Kampf mitgenommen hat, merkt man noch heute, ein halbes Jahr nach dem Sieg. Noch immer schwankt Elio Altare zwischen hektisch-optimistischer Aktivität und tiefen Selbstzweifeln, Spuren, die die fast zweijährige Auseinandersetzung bei ihm hinterlassen haben. Dabei ist Altare, Spitzenwinzer im piemontesischen La Morra, vielleicht der erste oder zumindest einer der ersten, die von der Korkindustrie jemals eine substanzielle Entschädigungen für verdorbene Weine erhielten. Und Kampf war Altare ja durchaus gewohnt, denn der Erfolg fiel dem sympathischen Starwinzer noch nie in den Schoß. Die Geschichte eines ungewöhnlichen Barolo-Erzeugers... |

Wer Elio Altares Weingut in La Morra, einer der Hauptgemeinden des piemontesischen Barolo-Gebiets, heute besucht, bekommt nicht viel mehr als eine riesige Baustelle zu sehen. Während im Tiefgeschoss die Arbeiten am letzten und Vorbereitungen für den neuen Jahrgang laufen, und in der Verkostungsstube eine Besuchergruppe der nächsten die Klinke in die Hand gibt, hämmern und werkeln über dem Ganzen Bauarbeiter, Zimmerleute, Klempner und Poliere, dass es eine Freude ist.
Die geschäftige, manchmal regelrecht hektische Athmosphäre steht in krassem Kontrast zur Grabesruhe, die hier noch vor wenigen Monaten gelegentlich herrschte. Wein zu verkaufen hatte Altare damals kaum, in der Öffentlichkeit präsentierte er sich selten, und den eigenen Keller betrat er nur noch auf Zehenspitzen, ständig in Angst, Beweise zu zerstören. Der Grund für den ungewöhnlichen Zustand lag schon einige Zeit zurück. Im Frühjahr 2000 hatte Altare, aufgeschreckt durch eigene Verkostungen und Reklamationen, Dutzende von Flaschen seiner letzten Füllung in verschiedenen wissenschaftlichen Instituten analysieren lassen. Das Verdikt, das in der Vergangenheit schon andere Erzeuger getroffen hatte, war eindeutig: Sämtliche Proben zeigten mehr oder weniger manifeste Korkschmecker.
Perfektionist und KämpferAus Altare dem Winzer wurde Altare der Kämpfer. Mit bis dato nie gesehener Akribie ließ er seinen gesamten Keller bis auf den letzten Quadratzentimeter nach Spuren von TCA - der Substanz, die Verursacher des Korkschmeckers ist - untersuchen. Gleichzeitig verklagte er den deutschen Erzeuger der Korkpartie, mit der er einen Gutteil seiner besten Lagen-Barolos Jahrgang 1997 und einige Flaschen des Jahrgangs 1998 verschlossen hatte. Da Altare - unvorsichtigerweise, wie ihm manche Kollegen ankreideten, aber hinterher weiß man ohnehin immer alles besser! - nur Korken eines einzigen Herstellers benutzt hatte, war die Suche nach dem Schuldigen dabei nicht allzu schwer.
Die Sache ging ihren - in Italien - gewohnten Gang und jedermann, Altare eingeschlossen, erwartete jahrelange Rechtsstreitigkeiten mit unsicherem Ausgang. Dem Starwinzer drohte trotz massiver Solidarität der Kollegen aus La Morra, trotz der moralischen und finanziellen Hilfe aus der eigenen Familie, der Konkurs. Aber Altare wäre nicht Altare, wenn er den Kampf nicht generalstabsmäßig, perfektionistisch angepackt hätte. Dutzende von Expertisen ließ er anfertigen, und in seinem Keller durfte praktisch keine Flasche der inkriminierten Füllungen mehr bewegt, geschweige denn entsorgt werden, um nur ja keine gerichtsrelevanten Spuren zu vernichten.
Es war nicht das erste Mal, dass Altare um sein Lebenswerk kämpfen musste. Bereits der Übergang des Weinguts vom Vater auf den Sohn war ein wahrer Leidensweg gewesen. Das Weingut war 1948 von Elios Großvater Giuseppe und Vater Giovanni in Dogliani gegründet worden, wo Elio auch 1950 geboren wurde. Gleich nach der Geburt zog die Familie dann in die Cascina Nuova, einem Hof der Borgata Pozza im Ortsteil Annunziata von La Morra. Elio, jüngstes von fünf Kindern, trat schon frühzeitig in den Betrieb ein und brach dafür sogar die Schulausbildung ab. Zu dieser Zeit wurde die Cascina Nuova noch in Mischkultur bewirtschaftet, und Elios erste Aktivitäten bestanden im ambulanten Verkauf von Pfirsischen und Wein in Korbflaschen. Der Großteil des Produkts ging damals an die Genossenschaft Terre del Barolo, in deren Vorstand Elio sogar zwischen 1969 und 1975 saß. [...]
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| @@@ Weingut Geyerhof - Kremstal (Österreich) Oberfucha 1 - 3511 Furth Tel: 02739-2259, Fax: 02739-22594, E-Mail: weingut@geyerhof.at, Homepage: www.geyerhof.at Besitzer: Ilse und Josef Maier Weinbergslagen: Rosensteig, Hoher Rain, Steinleithn, Gaisberg, Sprinzenberg, Kirchensteig, Johannisberg, Goldberg, Richtern Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Weißburgunder, Gelber Muskateller, Zweigelt, Merlot jährliche Flaschenfüllung: 80.000 Finden Sie Weingut Geyerhof auf Google Maps | |
| Anzeige Ca. 19 ha Weingärten in den besten Lagen des niederösterreichischen Weinbaugebietes Kremstal sind die Heimat der Weine vom Geyerhof. Der Hof ist seit dem 16. Jahrhundert im Familienbesitz und wurde1986 von Ilse Maier übernommen. Heute werden die Weine vom Geyerhof zu drei Vierteln exportiert und erfahren national als auch international große Anerkennung. Stuard Pigott (Wein spricht Deutsch): "Der Grüne Veltliner Steinleithn gehört zur ersten Liga der niederösterreichischen Grünen Veltliner, die Rieslinge sind ähnlich beeindruckend, Riesling Goldberg 2005 – noch ein märchenhafter Wachauer Weingigant." Gault Millau 2008: "Das Ergebnis dieses Jahrganges war überwältigend." A LA CARTE: "Mit der Steinleithn hat sich die sympathische Bio-Winzerin Ilse Maier endgültig in der Liga der Topwinzer etabliert." Seit 1988 arbeiten Ilse und Josef Maier am Geyerhof nach den Grundsätzen des organisch-biologischen Landbaues. Jahre, in denen beträchtliches Wissen durch jährlich neue Herausforderungen gewachsen ist, stets mit der Gewissheit, den richtigen Weg zu gehen. Auch die angrenzenden Felder werden von der Familie aus Überzeugung nach demselben Prinzip bewirtschaftet. So kann der Wein vom Geyerhof in einer idealen Umwelt aufwachsen - für den vollen Genuss. Altbewährtes pflegen, Neuerungen annehmen – unter diesem Motto wird am Geyerhof stetig daran gearbeitet, die Entstehungsbedingungen für den Wein zu verbessern. Der Keller ist nach einer neuerlichen Umgestaltung 2007 modern ausgerüstet. Der Hof wurde gefühlvoll restauriert. Am Geyerhof bestimmt der Wein das Leben. Und Lebensfreude das Tun. | ||
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