Mit Träumen ist es so eine Sache. Manche erfüllen sich nie, bei anderen wiederum dauert es eine halbe Ewigkeit bis sie endlich Realität werden. Bei Walter Schug dauerte es immerhin dreiundreißig Jahre, bis er sich seinen größten Traum, einen der, wie er glaubt, besten Pinot noirs auf Erden zu produzieren, erfüllen konnte. Dass dieser Spätburgunder ihn, den Deutschen aus dem Rheingau, zeitlebens faszinierte, muss nicht verwundern, eher schon die Tatsache, dass er sein Meisterstück erst in Kalifornien verwirklichen konnte, wo lange Zeit guter Rotwein nur aus Cabernet oder Merlot gekeltert wurde. |

Auf dem Staatsweingut in Assmannshausen, lange Zeit der einzige Ort auf der deutschen Weinkarte, der auch außerhalb der Landesgrenzen für seinen Spätburgunder Anerkennung fand, war Walter Schug quasi mit den roten Pinot-Trauben aufgewachsen. Schugs Vater Ewald hatte das Gut zwischen 1923 und 1959 geleitet. Den Sohn jedoch, der gerade sein Weinbaustudium in Geisenheim abgeschlossen und erfolgreich ein Praktikum bei der Genossenschaft California Grape Products Corporation in Delano hinter sich gebracht hatte, hielt es nicht in den heimatlichen Gefilden. Schon 1961 lockte ihn der Ruf aus der damals noch geheimnisvollen Neuen Weinwelt.
Im Carneros-Gebiet, einem der kleinsten Anbaugebiete an der amerikanischen Westküste, eine knappe Autostunde nördlich von San Francisco und am Südzipfel der berühmten Napa und Sonoma Valleys, besitzt Walter Schug heute einen 17-Hektar-Betrieb, auf dem er neben einem respektablen Chardonnay, etwas Sauvignon blanc und ebenfalls bemerkenswerten Cabernet Sauvignon und Merlot vor allem eines erzeugt: einen Pinot Noir, der es mit den besten Gewächsen des Burgund aufnehmen kann.
Man schrieb das Jahr 1961, als sich Walter Schug entschloss, den Rheingau hinter sich zu lassen. Am 6. April des Jahres ging er mit seiner Frau Gertrud in New York von Bord des Dampfers “Bremen“. Der Weinbau in Kalifornien lag zu dieser Zeit am Boden, und die Nachwirkungen der Prohibition waren noch allgegenwärtig. Auch 30 Jahre nach Al Capones besten Tagen litt die Branche unter einem miserablen Ruf. “Es fehlte überall an Fachkräften mit einer fundierten Ausbildung. Die Chancen für Europäer waren einfach enorm“, erinnert sich Walter Schug und fügt nicht ohne Stolz hinzu: “Deshalb hatte ich von Anfang an auch eine leitende Position inne.“

Fünf Jahre arbeitete der junge Rheingauer bei der Genossenschaft, die ihm noch aus dem Praktikum heraus einen Job angeboten hatte. Anschließend hatte er bis 1973 bei Ernest und Julio Gallo die Überwachung der Vertragsbetriebe in Napa, Sonoma und Mendocino County unter seinen Fittichen. Seinem Traum allerdings, einen perfekten Pinot zu produzieren, war er in dieser Zeit noch nicht viel näher gekommen. Viel zu sehr waren die Amerikaner noch damit beschäftigt, der Weinwelt ihren eigenen, kalifornischen Weinstil zu präsentieren. Es war der Stil der wuchtigen, vom Holzausbau geprägten Chardonnays und nicht minder gewaltiger Cabernets. Wollte Walter Schug in jenen Tagen einen ordentlichen Pinot noir trinken, blieb ihm keine andere Wahl, als eine Flasche aus Frankreich zu entkorken.
Anfang der siebziger Jahre verschlug es Schug dann zu Joseph Phelps, einem Betrieb, der noch heute zu den besten des Napa Valley gehört, und wo er als stellvertretender Direktor arbeitete. Hier sorgte er schon rasch mit zwei ungewöhnlichen Weinen für Aufsehen. “Ich habe den ersten Syrah der USA vinifiziert und auch den ersten kalifornischen Top-Cabernet.“ Trotz des Erfolgs aber träumte er noch immer davon, endlich mit dem Pinot Ernst machen zu können. “Mein Herz schlug und schlägt für diese Rebsorte, weil sie unvergleichliche Finesse und Eleganz bietet. Statt für Power und Wucht steht sie für delikate Aromen“, beschreibt er die große Liebe. [...]
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| @@ Weingut Winkler-Hermaden - Südoststeiermark (Österreich) Schloß Kapfenstein - 8353 Kapfenstein 105 Tel: 03157-2322, Fax: 03157-23224, E-Mail: weingut@winkler-hermaden.at, Homepage: www.winkler-hermaden.at Besitzer: Georg Winkler-Hermaden Weinbergslagen: in Kapfenstein: Kirchleiten, Schlosskogel, Rosenleiten, Hinteregg, Winzerkogel, in Klöch (Domäne Stürgkh): Hochwarth, Ölberg Rebsorten: Sauvignon blanc, Gewürztraminer, Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Traminer, Riesling, Zweigelt, Merlot, Spätburgunder, St. Laurent, Cabernet Sauvignon Weinnamen: Olivin, Hermada, Caphenstein jährliche Flaschenfüllung: 180.000 Finden Sie Weingut Winkler-Hermaden auf Google Maps | |
| Anzeige Das Weingut liegt im Südosten der Steiermark, mitten im Steirischen Vulkanland, nur wenige Kilometer von der slowenischen und ungarischen Grenze entfernt. Die Weingärten Winzerkogel, Kirchleiten, Schlosskogel, Rosenleiten und Hinteregg sind auf den steilen Abhängen eines Vulkankegels angelegt. Seit dem Jahrgang 2004 werden zusätzlich die Weingärten Hochwarth und Ölberg des Gräflich Stürgkh'schen Weingutes (Domäne Stürgkh) in Klöch bewirtschaftet. Unsere Familie, in deren Besitz sich die Wehrburg aus dem 11. Jahrhundert befindet, führt das Gut seit 1918. 13 verschiedene Sorten wachsen auf einer Fläche von 35 Hektar. Ein Schwerpunkt unserer Produktion liegt auf Sauvignon blanc und den Burgundersorten (Morillon, Weißburgunder, und Grauburgunder), der andere liegt, ungewöhnlich für die Steiermark, auf Rotwein (Blauer Zweigelt, Pinot noir, Cabernet Sauvignon, Merlot und St. Laurent). Welschriesling als die bekannteste steirische Sorte und als besondere Spezialität unseres vulkanischen Bodens sowie Traminer und Gewürztraminer runden das Sortiment ab. Durch qualitätsorientierten Schnitt, möglichst naturnahe Bewirtschaftung, Traubenausdünnen, intensive Laubarbeit und Mengenbegrenzung versuchen wir, den optimalen Reifegrad jeder Sorte zu erreichen. Selektive Handlese, schonende Traubenverarbeitung und möglichst wenige Eingriffe in den darauf folgenden Ausbau der Weine ist unsere Devise, um den typischen Charakter der jeweiligen Sorten zu erhalten. Unsere besten Rotweine, aber auch ausgesuchte Weißweine werden seit einigen Jahren in Barriques ausgebaut. Das Holz, aus dem die kleinen Eichenfässer gemacht werden, stammt aus dem eigenen Wald auf dem Kapfensteiner Kogel. | ||
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