Eigentlich verbindet sich mit dem Namen Wienerwald nicht unbedingt die Erwartung an höchste kulinarische Genüsse. Wer jedoch einmal im Kronprinzen in Mayerling, einem kleinen Ort südwestlich von Wien, nur wenige Minuten von der Thermen-Hauptstadt Baden entfernt, eingekehrt ist, der weiß, dass hinter dem Namen der hübschen Bergregion mehr steckt als Brathendl oder Wiener Schnitzel. |

Österreich, insbesondere Wien und die Weinbauregionen im Umkreis der Hauptstadt sind gewiss kein gastronomisches Niemandsland. Trotzdem würde der nicht vorbereitete Reisende im verschlafenen Mayerling, unweit der Westautobahn und eingebettet in üppige Nadel- und Laubwälder, wahrscheinlich nichts erwarten, was dem Kronprinzen der Familie Hanner auch nur im Entferntesten entspräche.
Von außen lässt dabei noch nichts die Überraschung erwarten. Talseits erwartet den Besucher, der von Mayerling aus die kurvenreiche Straße hinauffährt, die Fassade eines typischen, aber auch völlig normalen Landgasthofes - das zweite gastronomische Standbein des Hauses -, bergseits die Fassade eines eher bieder wirkenden Hotels mit großen Balkonen und einem naturbelassenen, fast fließend in die umgebenden Wiesen übergehenden Garten. Wer den ersten Blick in die Gaststube des Gourmet-Restaurants getan hat, wird jedoch ahnen, was ihm hier blüht. Es ist gastronomische Kultur auf ihrem höchsten Niveau und mit Sicherheit eine der besten Adressen ganz Österreichs.

Schuld an den kulinarischen Höchstleistungen ist Hausherr und Küchenchef Heinz Hanner, dessen Frau zusammen mit dem Sommelier Gerhard Retter im Saal präsidiert. Zusammen schafft es das Triumvirat, eine gelungene Synthese aus finessenreicher Küche, perfektem Service mit persönlicher Note und einem Weinservice ohne Fehl und Tadel zu kreieren.![]()
Das fängt bei den Gerichten an: Spanferkel mit Blutwurst und geschmorten Reinetten heisst es da ganz bodenständig, und schon gewagter, internationaler: Spargelcappuccino mit Ricottanockerln. Der Ei-Schaum mit Trüffelöl ist beliebtes amuse-gueule und die Vorspeise, der Spargel mit Jakobs-Muscheln - fein dekoriert - passt hervorragend zum Weinvorschlag. Auch der junge Rotwein von Kollwentz, der zusammen mit dem Spanferkerl serviert wird, schließt sich erst mit dem Gericht auf und wird zum Genuss.

Die perfekt gereifte Käse-Auswahl und die Deko-Orgie der verschiedenen Desserts lassen ebenso wenig Wünsche offen, wie die verschiedenen Menüfolgen. Wirklich einzigartig ist aber die Weinkarte. Die fängt mit österreichischen Rieslingen von Bründlmayer, Knoll, Alzinger, Hiedler, Loimer und dem Rest der Wachauer Nomenklatura an, bietet die österreichischen Spitzen-Roten von Kollwentz, Gager und den anderen und hört mit französischen Grand-Crus auf. Wie wäre es mit einem 89er Pichon-Baron (219 EUR) oder einem 37er Margaux (639 EUR), oder doch lieber mit einem der verschiedenen Vosne Romanées von Méo Camuzet (130 bis 215 Eur)? Sie trinken lieber Richebourg oder La Tâche? Auch da kann Ihnen geholfen werden, und selbst Deutschland, Ungarn und Portugal sind auf der Weinkarte vertreten.
Wer dieses Potpourri nicht in dem eleganten Saal genießen will, der kann sich auf der Terrasse niederlassen, wo er mittags von üppigen Almwiesen, abends von der kühlen Luft des nahen Waldes eingehüllt wird. Vom üppigen Mahl müde geworden, kann der Reisende sein Haupt auch in einem der großzügigen Gästezimmer zur Ruhe betten, die gerade erst komplett neu gestaltet und renoviert wurden. Königlich-kaiserliche Träume sind garantiert!
Kronprinz, 2534 Mayerling 1, Tel: +43-(0)2258-2378, Fax: +43-(0)2258-237841, e-mail: kronprinz@aon.at, Mi - So 12 - 14 Uhr, 18 - 21 Uhr geöffn., So & Fei ganztags, Febr. geschl. Alle Karten, HG 22 - 24 EUR, Menüfolge 6, 7 Gänge: 68 & 86 EUR, glasweise Weinfolge mit unterschiedlichen Weinen zu jedem Gang 28 bis 35 EUR.
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| @@@ Weingut Geyerhof - Kremstal (Österreich) Oberfucha 1 - 3511 Furth Tel: 02739-2259, Fax: 02739-22594, E-Mail: weingut@geyerhof.at, Homepage: www.geyerhof.at Besitzer: Ilse und Josef Maier Weinbergslagen: Rosensteig, Hoher Rain, Steinleithn, Gaisberg, Sprinzenberg, Kirchensteig, Johannisberg, Goldberg, Richtern Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Weißburgunder, Gelber Muskateller, Zweigelt, Merlot jährliche Flaschenfüllung: 80.000 Finden Sie Weingut Geyerhof auf Google Maps | |
| Anzeige Ca. 19 ha Weingärten in den besten Lagen des niederösterreichischen Weinbaugebietes Kremstal sind die Heimat der Weine vom Geyerhof. Der Hof ist seit dem 16. Jahrhundert im Familienbesitz und wurde1986 von Ilse Maier übernommen. Heute werden die Weine vom Geyerhof zu drei Vierteln exportiert und erfahren national als auch international große Anerkennung. Stuard Pigott (Wein spricht Deutsch): "Der Grüne Veltliner Steinleithn gehört zur ersten Liga der niederösterreichischen Grünen Veltliner, die Rieslinge sind ähnlich beeindruckend, Riesling Goldberg 2005 – noch ein märchenhafter Wachauer Weingigant." Gault Millau 2008: "Das Ergebnis dieses Jahrganges war überwältigend." A LA CARTE: "Mit der Steinleithn hat sich die sympathische Bio-Winzerin Ilse Maier endgültig in der Liga der Topwinzer etabliert." Seit 1988 arbeiten Ilse und Josef Maier am Geyerhof nach den Grundsätzen des organisch-biologischen Landbaues. Jahre, in denen beträchtliches Wissen durch jährlich neue Herausforderungen gewachsen ist, stets mit der Gewissheit, den richtigen Weg zu gehen. Auch die angrenzenden Felder werden von der Familie aus Überzeugung nach demselben Prinzip bewirtschaftet. So kann der Wein vom Geyerhof in einer idealen Umwelt aufwachsen - für den vollen Genuss. Altbewährtes pflegen, Neuerungen annehmen – unter diesem Motto wird am Geyerhof stetig daran gearbeitet, die Entstehungsbedingungen für den Wein zu verbessern. Der Keller ist nach einer neuerlichen Umgestaltung 2007 modern ausgerüstet. Der Hof wurde gefühlvoll restauriert. Am Geyerhof bestimmt der Wein das Leben. Und Lebensfreude das Tun. | ||
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