Nach krisenbedingt schweren Monaten scheint sich der weltweite Champagnerabsatz im ersten Halbjahr 2010 wieder erholt zu haben. Gegenüber 2009 stieg er um fast 40 % wie die Internetpublikation Just-drinks berichtet. Dabei legten besonders die Länder außerhalb der EU kräftig zu (+ 60,6 %), während der Zuwachs innerhalb der EU maßvoll ausfiel (+ 27,3 %). Ein Blick auf die im ersten Halbjahr abgesetzten 47 Mio. Flaschen verdeutlicht allerdings, dass die Abrechnung erst zum Jahresende gemacht wird, denn traditionell erfolgt der Großteil der Verkäufe von etwa 300 Mio Flaschen im zweiten Halbjahr.
Aber vielleicht hilft es dem Champagner ja, dass französische Wissenschaftler soeben herausgefunden haben, das Champagner am besten wie Bier eingeschenkt wird, d. h. auf die geneigte Seitenwand des Glases. Auf diese Weise soll das Perlage am besten zur Geltung kommen und der Kohlensäureverlust am geringsten sein. Das ein hoher Kohlensäuregehalt des Getränks im Glas nicht unbedingt mit erhöhtem Genuss gleichzusetzen ist, war diesen Wissenschaftlern bei der Abfassung ihrer ungemein wertvollen, kulturell bereichernden Studie offenbar nicht bekannt.
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