Südafrika hat in diesem Frühjahr eine Traubenmenge von etwa 1,28 Mio to. eingebracht, die um 1,4 % über der Vorjahresmenge lag, welche ihrerseits aber gegenüber dem langjährigen Mittel um 10 % niedriger ausgefallen war. Damit dürfte das Land einen weiteren Schritt in Richtung der Beseitigung von in den letzten Jahren aufgelaufenen Überproduktionsmengen gegangen sein. Diese Überproduktion hatte besonders 2010 für Kummerfalten gesorgt, da der Weinexport des Landes um 7 % zurückgegangen war. Vor allem der britische Markt war regelrecht eingebrochen, eine Entwicklung, die durch Zugewinne auf anderen Märkten nicht kompensiert werden konnte.
Tatsache ist, dass sich der Weinbau Südafrikas schon seit einigen Jahren - quasi in einer Art vorauseilenden Gehorsams - auf diese Entwicklung eingestellt hat. Seit 2005 wurden Jahr für Jahr etwa 5.000 ha gerodeter Weinberge nicht neu bestockt, und die gesamte Rebfläche des Landes belief sich 2010 nur noch auf 101.016 ha gegenüber 102.146 ha im Jahr 2006. Das ist auch der Grund dafür, dass Erhard Wolf, General Manager der Kellereigruppe Distell, die allein etwa ein Drittel der südafrikanischen Ernte verarbeitet, schon in wenigen Jahren mit einer Traubenverknappung rechnet.
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