Nicht nur ihre legendären Fish 'n Chips, sondern auch ihren Wein wollen die Briten demnächst in Papier packen, glaubt man den Prognosen von GreenBottles, einer britischen Firma, die den Markt der Weinverpackungen mit einer revolutionären Papierflasche aufrollen möchte. Nach erfolgreichen Versuchen mit Milch, die offenbar großen Anklang bei britischen Konsumenten fanden, will die Firma aus Suffolk jetzt auch Wein in ihre Papierflaschen füllen. Dabei soll im Inneren der Flaschen eine Plastikfolie - ähnlich wie in den populären Bag-in-box-Verpackungen - den Wein vor Papiergeschmack und die Flasche vor dem Aufweichen oder Auslaufen schützen.
Die Vorteile der neuen Flaschen, so der Erfinder des neuen Behältnisses, Martin Myerscough, der von businessweekly.co.uk und guardian.co.uk zitiert wird, liege in ihrer Umweltfreundlichkeit. Nicht nur seien sie biologisch abbaubar und entlasteten daher spürbar die britischen Müllkippen, die bereits jetzt an den Grenzen ihrer Kapizitäten angelangt seien. Auch sei aufgrund ihres geringen Gewichts - 55 statt 500 g pro Flasche - und ihres Herstellungsprozesses ihre CO2-Bilanz deutlich günstiger als die von Glas- oder Plastikflaschen. Ob sich die neue Verpackung auf dem verpackungssensiblen Weinmarkt durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.
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