Hoher Weinabsatz ist nicht immer gleichbedeutend mit hoher Zufriedenheit. Diese Erfahrung müssen - nach den Australiern - jetzt die neuseeländischen Winzer machen, glaubt man der Webseite von Radio Neuseeland. Dort wird der Präsident des neuseeländischen Winzerverbands mit der Klage zitiert, die steigenden Weinexport hätten im letzten Jahr dazu geführt, dass die Rentabilität der Betriebe stark gesunken sei. Während die Weinexporte des Landes im Geschäftsjahr bis Juni 2010 im Volumen um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr stiegen, fielen die Preise pro Liter um 11 Prozent auf nur noch 8,70 NZ$, beim Fasswein betrug der Rückgang sogar 17 % auf jetzt 7,33 NZ$. Während eine Tonne Trauben 2009 noch 1.600 NZ$ erbrachte, sank dieser Preis 2010 auf nur noch 1.200 NZ$. Um diesem Preisverfall entgegenzusteuern, wurden bereits die Erträge im Frühjahr 2010 drastisch reduziert. Immerhin haben die neuseeländischen Winzer noch Hoffnung, dass sich die Tendenz damit in den nächsten Monaten umkehren lässt.
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