Die Weinernte 2011 war in Italien vermutlich eine der schwächsten der letzten Jahrzehnte, wie die Unione Italiana Vini jetzt in einer Pressemitteilung bekannt gab. Nur etwas mehr als 42 Mio. hl sollen landesweit gekeltert worden sein, was gegenüber dem ebenfalls nicht üppigen Resultat von 2010 einen Rückgang von etwa 10 Prozent bedeutet. Nur 1957 und 2007 war auf dem Stiefel noch weniger Wein durch Tanks und Pressen geflossen. Der Grund für diese Entwicklung ist nicht nur in klimatischen Umständen zu suchen, sondern auch der Tatsache geschuldet, dass in den letzten drei Jahren etwa 30.000 ha Rebfläche gerodet wurden. Vor allem Apulien, Sizilien und die Emilia Romagna waren von diesen Rodungen betroffen, die in Apulien sogar etwa 12 Prozent der Gesamtrebfläche betrafen. Den stärksten Rückgang der Erntemengen verzeichneten die Basilikata und Sizilien (je - 20 %) sowie die Abruzzen (- 17 %) während im Aostal und in Lugurien mehr Wein als im Vorjahr erzeugt wurde. In der Toskana und im Piemont betrug der Rückgang etwa 5 Prozent.
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