"Mit Qualitätstrauben kann man nichts mehr verdienen!" Das harte Urteil, zu dem ein Bericht des Marlborough Express dieser Tage kam, deckt sich mit den Analysen des neuseeländischen Weinbauverbands (NZW), der in seinem Jahresbericht 2011 zu dem Schluss kommt, die goldenen Tage des Kiwi-Weinbaus seien vorüber. Niedrigere Preise, knappere Kassen und härtere Märkte seien Resultate der Überproduktion des Jahrgangs 2008 und der weltweiten Finanzkrise. Zwar sei der gesamte Weinumsatz im Geschäftsjahr bis Juni 2011 noch um 11 Prozent, der Exporterlös um 5 Prozent gestiegen, dieser Zuwachs aber sei hauptsächlich mit billiger Fassware generiert worden. Der NZW befürchtet, die aktuelle Rekordernte könne diese Tendenz hin zum Fassmarkt noch weiter verstärken. Schon jetzt ist es, glaubt man dem Bericht des Marlborough Express, so, dass Traubenerzeuger von Billigware mit ihren hohen Hektarerträgen bis zu 16.000 NZ$ erlösten, während sich Erzeuger von Qualitätstrauben mit nur 10 - 15.000 NZ$ begnügen müssten.
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