Eines der legendärsten Weingüter Frankreichs, wenn nicht der Welt, Château Grillet im nördlichen Rhônetal, ist jetzt verkauft worden. Das Gut, dessen Rebbesitz von knapp 3,5 ha den Status einer eigenen Herkunftsbezeichnung - eine der kleinsten Frankreichs - besitzt, errang seinen Ruf unter der Führung von Anré Neyrat-Gachet und war nach dessen Tod von seiner Tochter Isabelle Baratin weitergeführt worden. Die Viognierreben von Grillet stehen in einem Amphitheater sehr steiler Weinberge und bringen einen der berühmtesten Weißweine Frankreichs hervor, dessen Qualität jedoch nicht immer dem großen Ruf entsprach. Erst in den letzten Jahren hatten die Weine dank der Arbeit des Bordeaux-Önologen Denis Dubourdieu wieder an Klasse gewonnen. Der Käufer, François Pinault, ein französischer Unternehmer und Kunstsammler (La Redoute, Printemps, Gucci, Yves Saint-Laurent) dem bereits das Château Latour in Pauillac und die Domaine d'Eugenie im Burgund gehören, könnte dem Gut und der Appellation mit seinem Know-how und seinen Mitteln wieder zu alter Glorie verhelfen.
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