Auch die Absatzzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres der australischen Weinwirtschaft sind nach Berichten von BBC Business alles andere als erfreulich, und die Winzer sprechen vom schlimmsten Rückgang in mehr als eineinhalb Jahrzehnten. Während der Export unter dem starken australischen Dollar - Grund dafür ist der allgemeine, vor allem durch den Bergbau getragene wirtschaftliche Aufschwung des Landes - leidet, greifen auch die australischen Verbraucher selbst immer seltener zum Wein, und wenn dann eher zu ausländischen, billiger gewordenen Qualitäten. Auf dem US-Markt verloren die Australier im vergangenen Jahr 6, in Großbritannien sogar 19 Prozent Umsatz, Verluste, die auch durch Zuwächse auf dem chinesischen Markt (+12 %, deutlich weniger als beispielsweise Frankreich dort zulegte) nicht wettgemacht werden konnten.
Immerhin gilt der chinesische Markt den Australiern im Moment als so etwa wie ein Hoffnungsmarkt, da man hier nicht, wie auf fast allen anderen Exportmärkten, mit dem markanten Imageverlust zu kämpfen habe, den australische Weine zunächst in Kontinentaleuropa, dann in Großbritannien und zuletzt auch in den USA erlitten hatten. Einen kleinen Hoffnungsschimmer sahen die Australier zuletzt nur wieder in den USA, wo die Nachfrage nach höherpreisigen Qualitäten nach ihrem Einbruch während der Finanzkrise wieder leicht anzog.
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