Von Eckhard Supp â Mit Spannung war Beef!, das neue kulinarische MĂ€nnermagazin aus dem Hause Gruner & Jahr erwartet worden, und so konnte ich â trotz der zahlreichen Kritiken oder gar Verrisse im Internet (z. B. hier (âZielgruppe verfehltâ) oder hier (âwollen mir etwas verkaufen, was gleichzeitig Gegenstand journalistischer Berichterstattung war") oder hier (âdas altbacken daherkommende Magazin fĂŒr kochende Machosâ) oder hier (âan die Arschgeigen unter uns MĂ€nnernâ), und das Alles noch einmal zusammengefasst hier â der Versuchung nicht widerstehen, mir eines der neuen Hefte zu kaufen. Um es gleich vorweg zu nehmen, es wurde ein Einkauf, den ich schon nach kurzer Zeit bereute.
Nachdem ich Beef! bei gleich zwei ZeitschriftenhĂ€ndlern vergeblich unter den Kochzeitschriften gesucht hatte, wies mich eine freundliche Ă€ltere Dame darauf hin, dass das Magazin nicht dort, sondern bei den MĂ€nnermagazinen zu finden sei, was ich dann schon ausgesprochen merkwĂŒrdig fand. So, als gehörten Kochzeitschriften per Definition zum âFrauenbereichâ, wĂ€hrend MĂ€nner, wenn sie schon kochen, mit dem Weiberkram nichts zu tun haben wollten. Diese Grundhaltung wird dann auch im Heft ausgiebig zelebriert. Da findet man Tipps zur GrĂŒndung eines MĂ€nnerkochclubs â natĂŒrlich unter Ausschluss der Frauen â und die Tipps zur Herstellung von Mozzarella (aus Kuhmilch, igitt!) sind doppelbödig mit âNew balls, pleaseâ ĂŒberschrieben.
Wo das vor knapp einem Jahr erstmals erschienene Effilee sich mit der Kombination von Kulinarik und Mode noch ganz vorsichtig und nur implizit an erotische Themen herantastete, da wird Beef! auf gelegentlich ausgesprochen vulgĂ€re Weine explizit. âKann man eine Frau ins Bett kochen ⊠â fragt ein lĂ€ngerer Artikel, der dann allerdings zum angeschnittenen Thema nach sechs âanregendâ bebilderten Seiten nur die banale, wenn auch vielleicht nicht ganz falsche Auskunft bietet: âFĂŒr sich genommen, ist der Versuch, eine Frau âins Bett zu kochenâ, ⊠genauso dumm wie der, eine Frau âins Bett zu schwatzenâ. Komisch, aber fast hĂ€tte man das schon vor der LektĂŒre des Artikels geahnt!
Aber kommen wir zum Wein, der in einem umfangreichen Dossier von 9 Kapiteln auf 15 Seiten zelebriert wird, nachdem einige Seiten vorher bereits âUnsere SommeliĂšre Stephanie Döring (ihres Zeichens Angestellte bei der Weinhandelsgruppe Hawesko, wo, vielleicht nicht zufĂ€llig, eine Miteignerin von Gruner & Jahr, Angelika Jahr-Stilcken, im Aufsichtsrat sitzt â ein Schelm, wer Böses âŠ!) âŠâ Hawesko-Weine, hier vornehm als Weine des âInternetportals TVINOâ kamoufliert, zum 4-GĂ€nge-MenĂŒ empfehlen durfte. (Apropos, der Sommelier ist im Deutschen doch der Weinkellner, oder? Wenn sich eine Redaktion eine eigene (âunsere SommeliĂšreâ) Weinkellnerin leistet, heiĂt das dann, dass wĂ€hrend der Redaktionsarbeit so ausgiebig gebechert wird, dass die Herren Redakteure nicht einmal mehr selbst nachschenken können?)
Schon die ersten Zeilen dieses Weindossiers verursachen bei mir einen mittleren Schluckauf: âWein besteht zu 86 Prozent aus Wasserâ, heiĂt es da nicht ganz unrichtig, aber schon auf derselben Zeilenhöhe, zwei Spalten weiter, erfahren wir, âWein besteht nur zu 15-20% aus aroma- und geschmacksbildenden Substanzen.â Fast bin ich schon versucht, mich darĂŒber aufzuregen, dass da absolut wortwörtlich, aber ohne die zitierte Quelle zu benennen, aus âmeinemâ Weinlexikon zitiert wird, da fĂ€llt mir die Diskrepanz zwischen den beiden Zahlen auf: Wenn 86 % des Weins nur Wasser sind, welcher Teil dieses Wassers gehört denn dann bei Weinen mit 20 % geschmacksbildender Substanzen zu diesen, welcher nicht? Und ist geschmacksbildendes Wasser nicht immer etwas, was mit muffigen, fauligen oder salzigen EindrĂŒcken assoziiert wird?
Dass dann bei den Alkoholen zwar die Spuren von Propyl-, Isopropyl- (ein Ă€therisches Ăl, das fĂŒr den Geruch von grĂŒnen Paprikaschoten verantwortlich ist) und Butylalkohol aufgezĂ€hlt werden, der viel bedeutendere Methylalkohol (im Schnitt etwa 0,1 g/l) aber unterschlagen, wundert da fast schon nicht mehr â wie ĂŒbrigens auch nicht die Angabe, der durchschnittliche Alkoholgehalt von Weinen betrage 12 Vol.-%. Wunschdenken?
In diesem Stil geht es mit der AufzĂ€hlung der chemischen Bestandteile des Weins weiter : â0,2 % Kohlenhydrate (unvergĂ€rbarer Zucker), bestehend aus Glucose und Fructoseâ ist ein Satz, an dem gleich alles falsch ist: Erstens können in sĂŒĂen Weinen âKohlenhydrate, d. h. der Zucker, ⊠bis zu 250 g/l ausmachen âŠâ (da hĂ€tte der Autor das zuvor zitierte Lexikon doch einfach mal weiter zitieren sollen!), und das wĂ€re mehr als ein Viertel des Gesamtgewichts, zweitens handelt es sich hier nicht um unvergĂ€rbaren, sondern um unvergorenen Zucker, und drittens ist natĂŒrlich Glucose alles andere als unvergĂ€rbar â wo kĂ€me sonst der Alkohol im Wein her?
Im nĂ€chsten Abschnitt wirdâs dann gemeingefĂ€hrlich: Hier wird aktive Verbraucherverdummung betrieben! âPrĂ€dikatsweinâ, das ist eine Kategorie des deutschen und österreichischen Weingesetzes fĂŒr qualitativ hochwertige Produkte.â Dann wĂ€ren also all die untrinkbaren Billig-Auslesen bei deutschen Discountern per Definition âhochwertige Produkteâ? Es gehört schon eine ziemliche Portion Frechheit dazu, so etwas zu behaupten. Tatsache ist, dass sich die deutschen und österreichischen PrĂ€dikate ausschlieĂlich auf das Mostgewicht der Trauben beziehen, und auf sonst gar nichts. Sonst gehörten sĂ€mtliche GroĂen GewĂ€chse, die wirkliche QualitĂ€tsspitze des deutschen Weinbaus, die ganz ohne PrĂ€dikat als einfache QualitĂ€tsweine daherkommen, zur Plörre, zum Plunder?
Feinherb, eine vom Weingesetz nicht vorgesehene, aber nach neuester Rechtsprechung tolerierte Geschmacksangabe fĂŒr halbtrockene, oft deutlich restsĂŒĂe deutsche Weine, wird definiert als âĂŒbersteigt die Restzuckergrenze von halbtrocken âŠâ und â⊠bezeichnet den Ausbau eines WeinesâŠâ, trocken wird österreichisch definiert als â⊠bis 9 g/l Restzucker; höchstens 2 g/l weniger SĂ€ureâ â in Deutschland gilt dieser âSĂ€urevorbehaltâ erst ab 4 g/l â und bei der Tabelle der Mostgewichte wirdâs schon sprachlich abstrus: âKabinett mind. 73°, in Baden bis 85°â heiĂt es da beispielsweise, wobei der Leser selbst herausfinden darf, ob die 85° Oechsle in Baden eine Mindest- oder nicht vielmehr eine Höchstgrenze darstellen, mal abgesehen davon, dass die Zahlen ohnehin Schrott sind (Bei Wikipedia nachgeschlagen? Pech gehabt!). Beim Eiswein wird Botrytis als Voraussetzung angegeben, was natĂŒrlich ebenfalls kompletter Humbug ist.
Und das war nur ein schneller âĂberflugâ der ersten Seite, auf den folgenden geht es im selben Stil weiter. Da wird definiert âAusbau (=Art der VergĂ€rung)â, ungeachtet der Tatsache, dass es sich bei GĂ€rung und Ausbau um zwei vollkommen verschiedene Phasen der Weinbereitung handelt, die französische Appellation ChĂąteauneuf-du-Pape wird (jedenfalls implizit) dem Burgund zugeschlagen und als besonders guter Terroirwein wird derjenige beschrieben, der die âunverwechselbare (individuelle?, d. Red.) Handschrift des Winzersâ erkennen lasse.
Dieses Dossier erinnert in seiner UnsĂ€glichkeit an den Mist, den die Zeitschrift Stern â nicht zufĂ€llig aus dem selben Verlagshaus â vor einigen Jahren in seiner umfangreichen âWeinschuleâ verzapft hat. Captain Cork findet diesen Weinteil von Beef! ĂŒbrigens recht gut (âenthĂ€lt ein Weindossier, das alles Wichtige gut zusammenfasstâ), was mich, in aller Freundschaft, zum Nachdenken darĂŒber veranlasst, was zum Teufel die Macher dieser immerhin auf Wein spezialisierten Internetseite veranlasst hat, ĂŒber den ganzen haarstrĂ€ubenden Mist weg zu lesen. Aber das muss wohl ihr Geheimnis bleiben.
Fazit: Ob es fĂŒr diese misogynen Aufguss an BanalitĂ€ten und Dummheiten ein Publikum gibt â vulgo, ob Gruner & Jahr mit dem Machwerk Geld verdienen wird -, wage ich nicht zu prognostizieren. Fast befĂŒrchte ich, dass die Rechnung aufgehen könnte, auch wenn sich einer der heftigen Beef!-Kritiker zu dem Seufzer verleiten lieĂ, er hoffe, dass MĂ€nner, wie sie diese Zeitschrift anzusprechen versuche, nicht mehr frei herumlaufen, und wenn mit Viva! vor nicht allzulanger Zeit schon ein anderes Schrottkonzept derselben Abteilung Bankrott anmelden musste. Ich persönlich finde es skandalös, wenn sich ein Verlag, der jahrzehntelang â wenn auch mit AusreiĂern, nicht wahr, liebe Kollegen vom Stern â die Fahne des QualitĂ€tsjournalismus hochhielt, jetzt glaubt, auf dieser billigsten aller billigen Schienen Geld verdienen zu können. Non olet? Wirklich?
Kommentare
Guten Morgen Herr Supp, ich
Guten Morgen Herr Supp,
ich finden den Weinteil in Beef gut (nicht fantastisch, nicht ĂŒberragend, sondern gut), weil er alles Wichtige gut zusammenfasst. Selbstredend haben Sie Recht, die aufgezĂ€hlten Fehler und Ungenauigkeiten sind fĂŒr einen 100% Kenner Ă€rgerlich. Und ich muss zugeben, dass mir zwar manche Ungenauigkeit aufgefallen ist (aber lĂ€sslich erschien), mancher Fehler aber nicht. Und ich begrĂŒĂe alles AufklĂ€rende. Den durchschnittlichen Konsumenten bringt dieser Weinteil weiter. Um das ging es mir bei meiner Beurteilung
Was mir aber sauer aufstöĂt ist, dass es so aussieht, als wĂŒrden Sie hier eine private Rechnung mit jenem Verlag begleichen, der Sie einst beschĂ€ftigt hat. Und das â so meine ich â haben Sie nicht notwendig. Bei all dem Wissen, das Sie transportieren. Deswegen kommt die Kritik am Weinteil von Beef auch so oberlehrerhaft rĂŒber.
Unsere Beurteilung des Printprodukts fĂ€llt aber, denke ich, Ă€hnlich aus. Ăhnliches, weniger hart formuliert, steht ja auch in meinem Artikel.
Beste GrĂŒĂe aus Berlin
Der Captain
Ich linke das freilich zu mir
Ich linke das freilich zu mir rĂŒber..
Na ja, so ganz ist das wohl
Na ja, so ganz ist das wohl nicht zu vermeiden. Wenn man sachliche Fehler in einem Artikel auflistet, dann klingt das freilich immer etwas oberlehrerhaft, liegt in der Natur der Sache, und mir selbst gefĂ€lltâs auch nicht immer. So what!
Ob das meine âprivate Rechnungâ mit dem Verlag Gruner und Jahr ist, die ich da begleiche, sollen andere beurteilen. Ich denke, eher nicht, zumal ich dort eine Reihe Mitarbeiter kennenlernen durfte, die ein unglaubliches Weinwissen haben ⊠aber wohl leider bei solchen Artikeln nicht zum Zuge kommen, weiĂ der Geier, warum. Es scheint ja bei vielen Verlagen und Zeitschriften derzeit groĂe Mode zu sein, statt kompetenter Fachautoren lieber geschwĂ€tzige Sommeliers zu beschĂ€ftigen, andere freiberuflich arbeitende Kollegen können da ebenfalls ein Lied von singen.
Ich wage auch zu bezweifeln, ob die zahlreichen Kommentatoren (zum Teil von mir zitiert), die Beef! in teilweise noch heftiegeren Worten verrissen haben, alle eine persönliche Rechnung zu begleichen hatten.
Diese Art der Kritelei (âpersönliche Rechnungâ) erweckt bei mir immer den Eindruck, als ob ihr Autor keine inhaltlichen, sachlichen Argumente mehr habe. Statt dessen wird dann lieber zu klassischen âTotschlagâargumenten gegriffen.
Was ich ĂŒberhaupt nicht goutiere, ist die Haltung, die ich in Ihrer Replik lese, fĂŒr âOtto Normalverbraucherâ brauche man beim Schreiben gar nicht â100%â korrekt zu sein, dem mĂŒssten auch Artikel reichen, die nur zu 50, 60 oder 70 % richtig sind. Ich glaube nicht, dass wir uns, gerade in der Auseinandersetzung mit den Printmedien, mit dieser Haltung vom Typ âmerkt ja eh keinerâ einen groĂen Gefallen tun. SpĂ€testens, wenn unsere Leser beim nĂ€chsten Mal in weinseliger Runde mit dem âWissenâ, das sie bei uns âerworbenâ haben punkten wollen und statt Anerkennung nur höhnisches GelĂ€chter ernten, wĂŒrde sich so etwas bitter rĂ€chen. Dann wĂ€ren wir diese Leser nĂ€mlich ganz schnell wieder âlosâ.
Guten Morgen, ich gebe Ihnen
Guten Morgen,
ich gebe Ihnen vollkommen Recht und es wundert mich immer wieder, dass man fĂ€hige und kompetente Mitarbeiter (nicht nur bei G&J und auch nicht nur bei Weinthemen) nicht zu Rate zieht, dafĂŒr aber halbseidene Autoren beauftragt, die offenbar mit Blöffen punkten. Das ist eine absurde, aber gĂ€ngige Praxis in deutschen GroĂverlagen. Ich kann davon Lieder singen.
Ich nehme die Replik im letzten Absatz zur Kenntnis und kann ihr eigentlich in der letzten Ăberlegung nur zustimmen. Sie haben also Recht, was die Ungenauigkeit und die Fehler betrifft.
Beste GrĂŒĂe aus Berlin
cc
Es gibt Branchen, die
Es gibt Branchen, die wirtschaftlich darauf angewiesen sind, auch mit weniger als 100% auf dem Markt zu kommen. "Time ist money". Bestes Beispiel ist die SW-Industrie, wie sonst wĂ€re Microsoft groĂ geworden. Und das wird zu groĂen Teile auch akzeptiert. 100% brauch' ich in der Raumfahrt oder im Pharmabereich, wohl kaum im Verlagsweisen, noch weniger im Online-Bereich, solange die SeriösitĂ€t erhalten bleibt.
Ich muss Herrn Supp da
Ich muss Herrn Supp da zustimmen. Man kann die ZusammenhÀnge gern einfach darstellen, aber richtig muss das schon sein, egal, an wen es sich wendet. Das ist sonst ja sowas wie die Rechtschreibreform: Wenn so viele es nicht richtig können, machen wir es ab sofort alle falsch!
..auĂerdem wĂŒnsche ich mir zu
..auĂerdem wĂŒnsche ich mir zu Weihnachten, dass alle Hegelianer meine Posts korrekturlesen: er hat recht..
Sehr geehrter Herr Supp! Die
Sehr geehrter Herr Supp!
Die Weintexte von âBeefâ mögen ja durchaus ihre SchwĂ€chen haben, wenn man aber zu so einer mitunter pingeligen Detailkritik ausholt, sollte diese Kritik auch bis ins letzte Detail fundiert sein.
DiesbezĂŒglich habe ich aber gewisse Zweifel an ihrem Text, z.B. in folgenden Abschnitten:
Sie bezeichnen die im Originaltext ââ0,2 % Kohlenhydrate (unvergĂ€rbarer Zucker), bestehend aus Glucose und Fructoseâ angegebenen Zuckerarten richtigerweise als falsch. Ihre Kritik an der Formulierung âunvergĂ€rbarer Zuckerâ geht aber ins Leere, denn jene Zucker die in einem staubtrockenen Wein mit den angegebenen 0,2% Zucker (d.h. 2g/l) enthalten sind, sind tatsĂ€chlich von Hefen nicht vergĂ€rbar. (Deshalb hat auch der trockenste Wein, der mit den gĂ€rstĂ€rksten Hefen vergoren wurde immer 0,5 bis 2g/l Zuckerrest.)
Ihre Anmerkungen sind damit letztlich nicht wirklich klarer und richtiger als das zugegeben verquere Original.
Auch diese Bemerkung erscheint fragwĂŒrdig:
âtrocken wird österreichisch definiert als â⊠bis 9 g/l Restzucker; höchstens 2 g/l weniger SĂ€ureâ â in Deutschland gilt dieser âSĂ€urevorbehaltâ erst ab 4 g/lâ
Zum einen wird nicht klar, ob sie mit den 4g/l die SĂ€ure oder den Restzucker meinen, und zum anderen hat diese eingeschrĂ€nkte GĂŒltigkeit in der Praxis keinerlei Relevanz, weshalb der Originaltext wohl nicht wirklich kritisierenswert ist.
Was die von Ihnen als Wunschdenken klassifizierte
Angabe des durchschnittlichen Alkoholgehaltes von Wein mit 12 Prozent betrifft, so bleiben Sie jeglichen Nachweis fĂŒr die Fehlerhaftigkeit dieser Angabe schuldig.
Und nachdem âBeefâ den Begriff Wein offenbar nicht nĂ€her eingegrenzt hat (und es offensichtlich um eine grundsĂ€tzliche und allgemeine Darstellung von Wein geht) erscheint mir dieser Wert nicht wirklich unrealistisch. Stehen den hochreifen oder hochgepushten 14 Prozentern doch auch Millionen von Litern von deutschem und österreichischem WeiĂwein, italienischem Pinot Grigio, portugiesischem Vinho Verde, simplen Tafelweinen in WeiĂ und Rot aus Spanien, Frankreich, Italien und Mittelosteuropa gegenĂŒber.
Von solchen fachlichen Dingen abgesehen frage ich mich auch, ob rein semantische und keineswegs eindeutige Streitpunkte eine derartige Wortwahl ihrerseits rechtfertigen.
Die Bezeichnung âtrocken ausgebautâ ist durchaus gĂ€ngig und es zeugt nicht von Weininkompetenz, wenn man schreibt, dass feinherb die Restzuckergrenze von halbtrocken ĂŒbersteigt und den Ausbau des Weines bezeichnet.
Und die Bezeichnung âunsere Sommeliereâ so auszulegen, wie sie das tun, zeugt davon, dass es ihnen wohl nicht wirklich um eine sachliche und fachliche Kritik gegangen ist.
MfG
Bernhard Fiedler
Herr Fiedler, wer unter dem
Herr Fiedler, wer unter dem DeckmĂ€ntelchen des âJournalismusâ die Weine eines groĂen Versenders propagiert, muss sich hin und wieder auch nicht ganz bierernste Reaktionen gefallen lassen. Ich persönlich halte diese besondere Spielart des korrupten Journalimus fĂŒr unertrĂ€glich. Dass Sie in dieser Frage offenbar anderer Meinung sind, ist Ihr gutes Recht. Ich werde das nicht kommentieren.
Was Ihre Anmerkungen zu meinen Formulierungen und Einzelkritiken angeht (nicht zufĂ€llig âĂŒbersehenâ Sie ja die meisten davon), so kann ich nur sagen, dass nicht einmal Weinlaien, denen ich den Text zu lesen gab, Schwierigkeiten hatten, das zu verstehen, was ich ĂŒber âunvergorenenâ und âunvergĂ€rbarenâ Zucker, ĂŒber den âSĂ€urevorbehaltâ und die anderen Punkte geschrieben habe.
Zum Thema âkorrupter
Zum Thema âkorrupter Journalismusâ fallen mir ganz andere Player ein, wesentlich prominentere, bzw. solche, die sich dafĂŒr halten. Wie wĂ€râs, wenn Sie diejenigen Ă€hnlich attackieren? Oder herrscht da ein Nichtangriffspakt?
Pivu, mal wieder voll
Pivu, mal wieder voll daneben! Nennen Sie mir einen, den ich in den letzten 20 Jahren nicht (!) deshalb kritisiert habe!
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