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April 2008
Bordeaux Primeurs 2007 

von Jean-Marc Quarin

In den Wochen der Primeurverkostungen von Bordeaux veröffentlichen wir an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen Auszüge aus den Weinbewertungen von Jean-Marc Quarin, einem der erfahrensten und kompetentesten Bordeauxverkoster weltweit. Die vollständigen Verkostungsnotizen finden Sie in französischer und englischer Sprache auf dem Internetportal von Jean-Marc Quarin: www.quarin.com.

Wer ist Jean-Marc Quarin? - Kurzer Lebenslauf (frz. und engl.)

Inhalt:
Allgemeine Einschätzung des Jahrgangs, Weißweine vom 2. AprilSüßweine vom 4. April
, Pessac-Léognan und Graves vom 7. April, Médoc und Haut-Médoc vom 9. April, Saint-Estèphe vom 11. AprilSaint-Julien vom 14. April, Margaux vom 16. AprilPauillac vom 18. April, Saint-Émilion (1. Teil) vom 21. April, Saint-Émilion (2. Teil) vom 23. April, Pomerol vom 25. April

Das Bewertungsschema von Jean-Marc Quarin
< 10 Punkte.
Fehlerhafte oder besonders scheußlich schmeckende Weine
10 - 13 Punkte.
Unbedeutende und unbefriedigende Weine
14 - 15 Punkte: Gute Weine.
Auf diesem Niveau heben sich die Weine langsam von der Masse anonymer Produkte ab. Kleinere Gewächse mit dieser Punktzahl sind sehr begehrt, große Gewächse dagegen nicht in Höchstform: Das kann natürliche oder menschliche Ursachen haben. 
15,25 - 16,25 Punkte: Sehr gute Weine.
Körper, Geschmack und die Eleganz der Proportionen verleihen diesen Weinen Charakter. Sie genügen auch hohen Ansprüchen und können zwischen 5 und 10 Jahre nach der Lese getrunken werden.
16,5 - 18 Punkte: Exzellente Weine.
Kraftvolle und gleichzeitig raffinierte Weine, die Komplexität und Tiefe des Geschmacks bieten. Sie benötigen mindestens 10 Jahre Flaschenreife, um ihre geschmacklichen Qualitäten voll zu entfalten. Da aber auch wahr ist, dass es keine guten reifen Weine ohne gute junge Weine gibt, möchte ich Sie ermutigen, diese Weine ohne falsche Scham auch schon jung zu öffnen. So lernen Sie ihre geschmacklichen Trümpfe in jedem Lebensalter kennen.
18,5 - 20 Punkte: Außergewöhnliche Weine.
Das Nonplusultra. Kraftvolle, reiche, komplexe, zugleich aber auch subtile und raffinierte Weine, die größtmöglichen Ausdruck entfalten können und ein immenses Alterungspotenzial (50 bis 100 Jahre) besitzen.
Diese seltenen Weine können mehrere Generationen von Weinfreunden beeindrucken. Sie sind Maßstäbe für das Welterbe des Weingeschmacks.

Die Verkostungs-Highlights von Eno WorldWine stellen eine Auswahl aus umfangreicheren Proben dar, die jedoch nicht immer den repräsentativen Charakter besitzen, um Thema unserer großen (Profi-)Verkostungsreports werden zu können. Die Weine sind - auch bei gleicher Punkte(Sterne)zahl - in der Reihenfolge ihrer Beurteilung (absteigend) aufgeführt. Weine aus diesen Proben, die hier nicht aufgeführt werden, können Sie mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung in unserem Verkostungs-Archiv finden.



1. April 2008: Bordeaux 2007: September ohne August
Für die kompletten Notizen klicken Sie hier....

  

Wenn es heißt, dass der August den Most macht, dann entscheidet der September über das Kaliber des Jahrgangs. Ist er regenreich, verwässert er die Konzentration, die sich im August gebildet hat, ist er trocken, so kann er eventuelle Fehlentwicklungen in unterschiedlichem Umfang ausgleichen. 2007 steht in einer Reihe mit Jahrgängen wie 1997, 2002 und 2004, die während des letzten Drittels ihres Vegetationszyklusses noch "gerettet" wurden. Unter solchen Bedingungen gelingen Cabernet franc, Petit Verdot und Cabernet Sauvignon meist besser als der Merlot.

Die trockenen Weißweine: 2007 ist der größte Weißweinjahrgang, den ich kenne. Die Weine sind aromatisch im Duft und besitzen fette, reife Strukturen, aber auch Nerv.

Die Süßweine: Ihre Qualitäten reichen von gut bis exzellent.

Die Rotweine: Sie fallen sehr heterogen aus und variieren von gut bis exzellent. Bei zahlreichen Gewächsen wurde die Qualität durch drastische Reduktion der Mengen aufrechterhalten (30 % bei Cheval Blanc, 32 % bei Château Margaux). 

Die Farbe der Weine ist in der Regel fast purpurrot und dunkel. Der Duft zeigt sich recht aromatisch mit drei vorherrschenden Tendenzen:
- grüne Noten, die auf unzureichend reifes, zu früh eingebrachtes Lesegut hinweisen
- frische, reife und sehr fruchtige Noten. Das sind die besten Weine
- gekochte Fruchtnoten bei Weinen aus Trauben, die ohne Zweifel zu spät geerntet wurden.

Am Gaumen bilden zarte Frucht und gr0ßer Charme den gemeinsamen Nenner der Weine, selbst wenn die Tanninwerte ein Niveau von fast 70 erreichen. Das ist ein sehr positives Phänomen, das sich durch die generell hohen pH-Werte und den niedrigen Säuregehalt erklärt. Im Verlauf des Ausbaus könnten die Weine, wenn der Säuregehalt wieder etwas ansteigt, größeres Gleichgewicht und ein klassischeres Profil gewinnen. Im Moment ist der erste Eindruck am Gaumen noch nicht sehr ausgeprägt, am mittleren Gaumen kann er fehlen. Der Abgang variiert zwischen mittel und lang und zeichnet sich durch seinen aromatischen Charakter aus. Die Tannine sind ausgesprochen gut eingebunden und ohne Härte.

2007 ist kein sehr kraftvoller Jahrgang. Zum ersten Mal seit langer Zeit bleibt der Alkoholgehalt bei vielen Crus wieder unter 13 Vol.-% (Mouton Rothschild, Palmer, L'Eglise Clinet). Sicher hätte man chaptalisieren oder konzentrieren können, um den Standard von 13 Vol.-% zu erreichen, aber die Absicht ihrer Weinmacher war es eher, den Weinen ihr natürliches Gleichgewicht zu bewahren.

So, wie sich der Jahrgang aktuell darstellt, erscheint er mir nicht übermäßig lagerfähig. Sein großer Trumpf wird es sein, sehr rasch zu gefallen. Aber Achtung: Es gibt einige Ausnahmen von Weinen, bei denen es gelungen ist, den Charme mit großer Dichte zu verbinden.

  


2. April 2008
: Trockene Weißweine 2007
Für die komplette Liste klicken Sie hier....
 
Domaine de Chevalier, Pessac-Léognan blanc: Blassgelbe Farbe und beeindruckende Nase: Fein und subtil zeigen sich im Duft Aromen, die dieser Wein noch nie präsentiert hat. Rosenduft, Spuren von Zitrusfrüchten, Gewürzen und Pfeffer. Das Aroma ist frisch und dicht zugleich. Sehr schöner, samtener erster Eindruck am Gaumen. Dann schmilzt der Wein wie noch kein Jahrgang zuvor. Absolut bemerkenswerte Zartheit. Nach dem mittleren Gaumen wird der Wein wieder klassischer, wird nervös, saftig, kraftvoll, würzig und endet mit viel Tiefe. Große Länge im Abgang. 17,25
  
Château Haut Brion, Pessac-Léognan blanc: Die Farbe ist blassgelb und zeigt eine schönere Nase als der Laville Haut Brion; der Wein bietet mehr Extraktsüße. Bemerkenswerter erster Eindruck. Der Wein präsentiert sich rund, reich, kraftvoll, reif und gut ausbalanciert. Er entwickelt sich zu guter Tiefe auf der Basis eines gut strukturierten Körpers und endet mit einem langen, ausdrucksvollen Finish. Der komplexe Abgang zeigt Blumen, weiße Früchte, Lakritz und Eisenkraut. Beeindruckend fleischig. 17,25
  
Château Laville Haut Brion: Der Wein überrascht dieses Jahr mit markantem Duft, der von einer Spur grüner Zitrone geprägt ist, obwohl er zu 83 % aus Sémillon besteht. Diese grüne Zitrone dominiert die sehr fruchtige, aromatische und komplexe Nase. Am Gaumen entwickelt sich der Wein schmelzig, reich und sehr gehaltvoll. Die Frische verleiht ihm große Energie, der ein sehr langer Abgang folgt. Ich muss gestehen, dass ich sehr neugierig bin, wie sich dieser Wein mit der Alterung entwickeln wird. Im Moment ist er auf jeden Fall sehr originell. 17
  
Château Pape Clément, Pessac-Léognan blanc: Im Moment präsentiert sich der Wein mit sowohl runden als auch rauchigen Noten. Er startet mit einem großen Duft, in dem Trüffel, Orange, Pfirsich und Gewürze vorscheinen. Am vorderen Gaumen ist er reich, sehr ausgewogen und schmelzig. Ungewöhnliche Palette von Aromen und Strukturen. Der Wein ist außergewöhnlich rund und endet aromatisch, lang, in großer Zartheit. Und das, obwohl er fest und strukturiert wird. Sehr schön. 17
  
Château Margaux Bordeaux blanc Pavillon blanc: Blassgelbe Farbe und eine Nase, die durch Finesse, Subtilität, Reinheit, Frische und Noblesse überzeugt. Wenn man das Glas schwenkt, duftet er nach Mango. Das ist bemerkenswert, da es sich um einen 100-prozentigen Sauvignon handelt. Sehr reich vom ersten Kontakt am Gaumen, dann wird der Wein glatt und schmilzt, wird aber im gleichen Moment kräftiger und macht sich wieder bemerkbar. Er endet mit großem Glanz, mit Dichte und Tiefe in einem langen, frischen und reifen Abgang. 16,75 - 17
  
Aile d'Argent Bordeaux blanc: Die Farbe ist gelbgrün. Der Duft ist intensiv, fein, fruchtig, reif, lebendig und recht tief. Er wird durch eine Spur Zitronenaroma bereichert. Am Gaumen ist der Wein fast irreal schmelzig und rund, er zeigt seidige Textur, deren Süße fast an den Ausdruck des Sémillon in Sauternes erinnert. Sehr langer und schöner Abgang; köstlicher Wein. 16,75
  
Clos Floridène Graves blanc: Blassgelbe Farbe. Intensiver und feiner Duft. Frische Fruchtnoten. Spuren von Vanille. Beim Schwenken gibt der Wein eine Spur Mandarine frei. Am Gaumen sehr schön von Anbeginn an. Der Wein schmilzt, wird dicht, bleibt dabei zärtlich und endet seidig. Sehr schönes und feines Finish. Eine Köstlichkeit. 16,5
  
Château de Fieuzal, Pessac-Léognan blanc: Die Farbe ist blassgelb und die Nase aromatisch, sanft, sehr fruchtig, floral und leicht getrüffelt. Der Gaumen ist schmelzig und subtil und bleibt sehr rund. Geschmack von Pfirsich, Birnen und Trüffeln. Sehr schöne Länge im Abgang. Trinkreif mit dem Moment der Flaschenfüllung.  16
  
Château Malartic Lagravière, Pessac-Léognan blanc: Blasse Farbe. Origineller Duft mit Mandarinen, Mango, Rosen, Vanille und Mandeln. Fein. Am Gaumen zart, ein wenig zu weich zu Beginn und dann sehr fruchtig mit einer Entwicklung zu Lakritz und einem Abgang, der mit seiner Mandelnoten an Hermitage blanc erinnert. Die Palette der Aromen und der Stil dieses Wein unterscheiden sich komplett von anderen Crus. Gute Länge mit sehr konzentrierten Aromen. Es empfiehlt sich abzuwarten, ob die Flaschenreife diese Aromen noch besser zum Vorschein bringen kann. 16
  
Château Smith Haut-Lafitte, Pessac-Léognan blanc: Blassgelbe Farbe. Intensiver Duft, fein, fruchtig, rein und tief. Sehr schöner erster Eindruck am Gaumen, weich und schmelzig. Der Wein zeigt sehr fruchtige Aromen. Ein wenig Magie des Herzens hat mir gefehlt. Angenehmer aromatischer Abgang, aber insgesamt fehlt es diesem Jahrgang etwas an Spannung. 16

4. April 2008: Süßweine 2007
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Château d'Yquem, Sauternes: Goldgelbe Farbe. Schöner, frischer Duft, reintönig und mit Botrytischarakter. Der Wein duftet nach Pfirsich, Ananas und Gewürzen. Sehr schöner erster Eindruck am Gaumen, wo der Wein sich kraftvoll und schmelzig entwickelt. Der wird dicht, behält aber viel Charme und breitet seine ätherischen und subtilen Aromen aus. Es ist ein Wein "auf den Punkt", ohne Extravaganz, eher von klassischem Zuschnitt, der im Abgang mit großer, saftiger Länge endet. 18,25
  
Extravagant de Château Doisy Daëne, Sauternes: Gelbe Farbe. Feiner, recht feiner, fruchtiger, reintöniger frischer und sehr von Botrytis geprägter Duft. Der Wein ist am Gaumen rund und von fast magischer Textur und geschmacklicher Fülle. Sehr komplex, eine Spur exotisch, wird er am Gaumen dicht, rund und außergewöhnlich lang. Unmöglich, den Schluck auszuspucken! Bravo! 18
  
Château Nairac, Sauternes: Grüngelbe Farbe. Außerordentlich frischer Duft, aromatisch, würzig, mit einer Note von Zitronenschale. Am Gaumen zunächst sehr zart, weich, aromatisch und wieder sehr, sehr frisch, entwickelt sich der Wein dicht und kraftvoll am hinteren Gaumen. Sehr raffinierte Textur. Äußerst schöner Abgang, reich, geröstet und schmelzig. 17
  
Clos Haut Peyraguey, Sauternes: Farbe grüngelb, brillant. Konzentrierte und intensive Nase, kraftvoll, eher würzig und pfeffrig als fruchtig. Beim ersten Kontakt am Gaumen sehr zart, entwickelt sich der Wein reichhaltig, mit einer ätherischen Note. Alles verschmilzt in einem subtilen, reichen, würzigen und fruchtigen Ganzen. Sehr schöne und komplexe ätherische Länge im Abgang 17
  
Château Guiraud, Sauternes: Dichte gelbe Farbe. Die Nase ist mittelmäßig aromatisch, fruchtig, frisch. Endlich mal ein Wein, in dem keine Gewürze dominieren. Beim Schwenken wird der Duft komplex und rauchig. Sehr schöner erster Eindruck am Gaumen. Dann entwickelt sich der Wein rund, sehr aromatisch und zeigt Aromen, die an Zitrusschalen mit leicht bitteren Noten erinnern. Er bleibt bis zum Abgang dicht und rund und endet reich, kraftvoll, dynamisch und sehr lang, wobei sich Botrytisnoten mit dem Duft getrockneter Trauben mischen. 17
  
Château Suduiraut, Sauternes: Gelbe Farbe. Intensive und feine Nase, fruchtig und frisch, würzig und mit Botrytiston. Sehr schöner, runder Eindruck am vorderen Gaumen. Der Wein entwickelt sich fruchtig und gut definiert in der Textur, lebendig, rund und aromatisch. Dichter und feincremiger Körper. Sehr schönes Finish. Delikater und raffinierter Wein. 16,75
  
Château Rabaud Promis, Sauternes: Helles Grüngelb. Die Nase ist aromatisch, fein, fruchtig. Der Wein duftet nach Moos von Eichenholz, Birne und Kampfer. Vom ersten Eindruck an delikat und mit einer Geschmacksnote von Birne, entwickelt sich der Wein weich, ätherisch, subtil und rund. Gute Länge im Abgang, wo die Fruchtnoten nach Birne, Pfirsich und Aprikose wiederkehren. Der Wein ist noch unfertig, aber schon jetzt köstlich. Schöner Wein, sehr gelungen und mit klarer Botrytis-Stilistik. 16,5
  
Château Raymond Lafon, Sauternes: Die Farbe ist gelb und die Nase noch nicht sehr entfaltet. Von raffinierter Textur, entwickelt sich der Wein glatt und fein. Sehr schöne Länge des nervösen, aromatischen und subtilen Abgangs. Die weitere Reifung sollte die Nase besser zur Geltung bringen. 16,5
  
Liber Pater (Loïc Pasquet), Graves liquoreux: Gelbgrüne Farbe, Schöne Nase, die von der Präsenz von Edelfäule zeugt. Fein, fruchtig mit Nuancen von kandierter Zitrone. Sehr gute Tiefe. Der erste Eindruck am Gaumen ist schmelzig und positioniert den Wein sofort in der Spitzengruppe der Dessertweine. Der schmilzt im Mund und es fällt schwer, ihn auszuspucken. Deliziöser Abgang mit Frucht- und Rauchnoten; ein absolut köstlicher Wein und eine Entdeckung. 16,5
  
Château Coutet, Barsac: Dichtes Gelb. Duft von mittlerer Intensität, mehr von Würze als von Frucht bestimmt. Vom ersten Eindruck am Gaumen an sehr rund und weich. Der Wein wird am Gaumen sehr, sehr fruchtig, aromatisch mit einer feinen und schmelzigen Textur. Normale Länge im Abgang, der vom Zucker bestimmt wird, aber auch geröstet und ätherisch ist.  16,25 - 16,5

7. April 2008: Rotweine Pessac-Léognan und Graves
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Château Haut Brion, Pessac-Léognan: Intensives Purpur in der Farbe. Nase noch etwas verhalten, aber fruchtig und fein. Am Gaumen zeigt der Wein Körper, aber auch Strenge und eine gute Struktur. Gute Präsenz am mittleren Gaumen, reiche, aber auch tanninbetonte Entwicklung, obwohl keinerlei Presswein verwendet wurde. Gute aromatische und noble Länge im Abgang. 16,75 - 17
  
Château La Mission Haut Brion, Pessac-Léognan: Dunkle Purpurfarbe. Fruchtiger Duft mit reifen und frischen Noten. Aromatisch und fein. Am vorderen Gaumen füllig, entwickelt der Wein gutes Volumen und Fleisch, mit gutem Körper, Geschmacksfülle, schöner Textur, feinen Tanninen und kraftvollem Abgang. Gute aromatische Länge. 16,75
  
Château Branon, Pessac-Léognan: Farbe schwarz, purpur. Sehr feine, aromatische und komplexe Nase. Am Gaumen saftig, rund und vom ersten Eindruck an sehr aromatisch. Der Wein entwickelt sich sehr schmackhaft, am mittleren Gaumen fruchtig, und zeigt große Qualität bei den Tanninen und in der Textur. Der Abgang ist tanninbetont, aber auch aromatisch und dicht. 16,75
  
Château Séguin, Pessac-Léognan: Einer der dichtesten Weine der Appellation und der gesamten Rive gauche. Schwarze Farbe. Intensive, feine, fruchtige, sehr aromatische, reintönige und komplexe Nase. Duft nach Brombeeren, Heidelbeeren, ätherisch und gleichzeitig dicht. Einerseits weich, andererseits voller intensiver Energie. Schöne aromatische Qualität am Gaumen. Abgang ist schmelzig, mit Dichte und einer königlichen Tanninstruktur, die mit noblen Aromen abwechselt. Bravo! 16,25 - 16,5
  
Château Pape Clément, Pessac-Léognan: Purpurfarben, normale Intensität.Aromatische, fruchtige, reif und subtile Nase. Duftet nach Asche, Pinienholz. Weich am vorderen Gaumen. Der Wein wird aromatisch, üppig, aber fein und schmelzig. Langes, aromatisches Finish mit einem feinsandigen Tannin und einer Spur Aggressivität, die aber im Verlauf der Flaschenreife verschwinden wird. 16,25
  
Château Haut Bailly, Pessac-Léognan: Sehr schöne, dunkelrote Farbe, gute Intensität. Sehr feinfruchtiger Duft mit guter Tiefe, Kirsch- und Ledernoten. Sehr schöner, samtener erster Eindruck am Gaumen. Sehr fruchtig. Der Wein wird im Mund glatt, aromatisch, weich. Er entwickelt sich mit gut eingebetteten, aber präsenten Tanninen und endet recht kraftvoll. Gute Struktur.  16 - 16,25
  
Château Haut Bergey, Pessac-Léognan: Dunkle, intensive und schöne Farbe. Aromatische Nase mit einer Mischung aus reiferen und lebendigeren Noten. Sehr schön am vorderen Gaumen, zart, sehr fruchtig, saftig und weich. Der Wein entwickelt sich über eine schöne Textur mit Schmelz und Tiefe. Saftiges Finish mit gut eingebetteten Tanninen. 16
  
Domaine de Chevalier, Pessac-Léognan: Purpurfarben, normale Intensität. Die Nase ist aromatisch und fruchtig, schöner Duft nach Haselnuss, roter Frucht und Leder. Sehr gut strukturiert am Gaumen, fleischig beim ersten Kontakt, dann voll, geschmacksintensiv. Der Wein endet mit Tanninen, die im Abgang etwas heftig wirken. Gute Länge im Abgang. 15,75 - 16
  
Château Malartic Lagravière, Pessac-Léognan: Dunkelrote, lebendige und schöne Farbe von guter Intensität. Fruchtige, frische und aromatische Nase. Auch am Gaumen vom ersten Eindruck an fruchtig, danach entwickelt sich der Wein zu guter aromatischer Dichte und endet mit präsenten, aber eingebetteten Tanninen.  15,75
  
Château Les Carmes Haut Brion, Pessac-Léognan: Dunkelrote Farbe von normaler Intensität. Aromatische Nase. Subtile Noten von Heidelbeeren, Vanille. Am Gaumen weich und immer noch aromatisch, zeigt sich der Wein zart und von guter Geschmacksfülle. Klar erkennbaree aromatische Signatur des Gewächses. Normale Kraft im Abgang. 15,75

9. April 2008: Rotweine Médoc und Haut-Médoc
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Château La Lagune, Haut-Médoc: Purpurfarben. Sehr fruchtbetonte Nase, vanilliert und floral. Vom ersten Eindruck am Gaumen an zeigt der Wein Frucht. Dann wird der Wein weich und rund, mit großer Reintönigkeit in der Frucht. Der zarte Körper bleibt auch am mittleren Gaumen erhalten. Er bleibt charmant, elegant, samtig. Gute Länge bei feingliedrigem Tannin. Ein Erfolg, der die Ambitionen der Lage bestätigt. 16,25
  
Clos Manou, Médoc: Sehr schönes, dunkles und lebendiges Rot. Fruchtige und aromatische Nase. Am Gaumen dicht, weich und mit Geschmack von reifen Früchten. Gute Fülle am mittleren Gaumen. Finish mit eingebetteten Tanninen und normaler Länge. Sehr gut. 15,75
  
L'inclassable de Rémy Fauchey, Médoc : Schwarze Farbe, fruchtige, reife und frische Nase. Noten von Lebkuchen. Schmelzig am vorderen Gaumen. Anschließend entwickelt sich der Wein sehr fruchtig und zeigt einen Geschmack von reifen Früchten sowie einen vollen, samtenen Körper. Er endet mit kraftvollen, aber auch gut ausbalancierten Tanninen. Ein klassischer und authentischer Médocwein. Gute Länge im Abgang, lagerfähig. 15,5 - 15,75
  
Château Haut Condissas, Médoc: Purpurfarben. Die Nase ist verhalten mit einer Spur gekochten Früchten. Ich vermute sofort eine späte oder zu späte Lese. Der Gaumen zeigt sich anschließend rund, mit Saft und Fleisch, aber auch eine gewissen Austerität. Diese markiert das Finish ein wenig. Normale Länge im Abgang. 15,5
  
Château Potensac, Médoc: Purpurfarben. Die Nase präsentiert sich aromatisch, frisch und fruchtig. Am Gaumen zart und besonders saftig. Der Wein wird sehr aromatisch und zeigt über den Tanninen gutes Fleisch. Ich bin über die Geschmacksintensität erstaunt. Delikat. Ein schöner Erfolg für den Jahrgang. 15,5
  
Château Charmail, Haut-Médoc: Intensive, schöne Purpurfarbe. Fruchtige, cremige, aber auch etwas verhaltene Nase. Der Wein präsentiert sich gut konstruiert am Gaumen, mit klarem ersten Eindruck, mittlerem Gaumen und Finish. Die Tannine sind präsent, aber auffallend gut eingebettet. Der Abgang ist sehr, sehr fruchtig, mit guter Länge. Er sollte sich mit weiterer Flaschenreife noch weiter entfalten.  15,25 - 15,5
  
Château Cambon La Pelouse, Haut-Médoc: Purpurfarben, von guter Intensität. Nase recht aromatisch für den Jahrgang, fruchtig und gut vom Holz begleitet. Der Wein ist am Gaumen gut konstruiert, mit klarem ersten Eindruck, mittlerem Gaumen und Finish. Er entwickelt viel Geschmack, Fleisch und zeigt eingebettete Tannine. Guter, saftiger Abgang. 15,25
  
Clos du Jaugueyron, Haut-Médoc : Intensiv purpurfarben. Fruchtige Nase, recht aromatisch und von einem guten boisé begleitet. Am Gaumen ist der Wein gut konstruiert, mit Frucht, Fleisch und angenehmer Textur. Tanninbetontes Finish, recht lang, mit sehr reintöniger Frucht. Ein Erfolg für den Jahrgang. 15,25
  
Château La Tour Canet, Haut-Médoc: Purpurfarbe, schwarz. Sehr fruchtige, cremige Nase, mittelmäßig aromatisch. Sanft, fruchtig, samtig und saftig am Gaumen. Am hinteren Gaumen endet der Wein dicht, vielleicht sogar etwas zu dick, aber mit guter Saftigkeit. 15,25
  
Château Sociando Mallet, Haut-Médoc: Purpurfarben, von guter Intensität der Farbe. Mittelmäßig aromatische Nase, fruchtig, frisch und vanilliert, da der Wein zu 100% aus neuem Holz kommt. Am Gaumen zart, sehr fruchtig, sanft, aber ein wenig ohne Relief. Die Traubenselektion hätte in diesem Jahr rigoroser wein müssen. 15,25
  

11. April 2008: Rotweine Saint-Estèphe
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Château Montrose, Saint-Estèphe: Sehr farbintensiv. Nase reintönig, die Frucht noch ein wenig verhalten, aber aromatisch. Am Gaumen sanft, saftig, aromatisch und samten. Man könnte sagen, der Wein entspricht eher dem Stil von Saint-Julien als dem von Saint-Estèphe. Gute Länge im Abgang ohne ein einziges raues Tannin. 16,25
  
Château De Pez, Saint-Estèphe: Sehr schöne purpurne Farbe. Super-Nase, aromatisch und recht komplex. Am Gaumen rund, saftig, geschmacksintensiv und von königlicher Textur. Der Geschmack kulminiert in reifen Aromen und feinen Tanninen. Schönes, aromatisches Finish. Rassig. Ein Erfolg für diesen Jahrgang. 16
  
Cos Labory, Saint-Estèphe: Purpurfarben und mit verhaltener, fruchtiger Nase. Am Gaumen präsentiert sich der Wein mit Frucht, etwas Saft und viel Aroma. Für den Jahrgang ist der Wein recht fleischig, gut ausbalanciert und zeigt eine gute, saftige Länge sowie reife Tannine im Abgang. Ein Erfolg. 15,75
  
Château Tronquoy Lalande, Saint-Estèphe: Dunkle Farbe und aromatische Nase. Sehr schön am vorderen Gaumen, glatt und fleischig. Sehr fruchtig und saftig, entfaltet er anschließend schöne Eleganz. Der Wein erinnert in seiner Struktur an die größten Weine des Médoc. Da ist sicher ein herrliches Terroir verborgen. Sehr schönes Finish mit feinem Tannin. Es fehlt nur ein wenig Körper, damit sich der Wein mit dem Gotha der Größten vergleichen kann. 15,5
  
Château Phélan Ségur, Saint-Estèphe: Schöne, lebendige Farbe. Fruchtig, ein wenig verhalten in der Nase; vom Typ reife Früchte. Weich, feinsaftig und sehr fruchtig am Gaumen, endet der Wein mit schönen Tanninen, guter Geschmacksintensität und einer mittleren Länge im Abgang. Es gibt keine Spur Austerität, was für das Weingut neu ist. Ein Erfolg des Jahrgangs. 15,5
  
Château Haut Marbuzet, Saint-Estèphe: Dunkle Farbe. Würzige, feine und etwas holzbetonte Nase. Am Gaumen ist der Wein charmant, saftig und von angenehmer Textur. Die Aromen und Tannine bleiben fein. Ein köstlicher Schmeichler. 15,5
  
Château Lafon Rochet, Saint-Estèphe: Schöne dunkle Purpurfarbe. Verhaltene, fruchtige Nase. Angenehm, fruchtig, zart und liebenswert am Gaumen. Der Wein endet mit einem Geschmack von reifen Früchten und einer eleganten Struktur. Die Tannine sind gut eingebettet. 15,5
  
Château Le Crock, Saint-Estèphe: Sehr farbintensiv und mit einer fruchtigen, reifen Nase mit schönen Kirschnoten. Am Gaumen bietet der Wein angenehmen Schmelz und viel Frucht. Er ist sehr saftig, geschmacksintensiv und sogar recht dicht und entwickelt sich zu einem würzigen Finish. Seine seidige Textur und seine Reintönigkeit sind begeisternd. Sehr gut, auf keinen Fall verpassen! 15,5
  
Château Clauzet, Saint-Estèphe: Purpurrot. Sehr fruchtige, frische und angenehme Nase. Füllig am vorderen Gaumen, dann folgt ein Körper mittlerer Dichte für diesen Jahrgang, sehr aromatisch und am gesamten Gaumen rund. Die Kraft lässt im Finale etwas nach, aber der fruchtige Geschmack ist absolut delikat. Ein Erfolg des Gutes, schöne Arbeit. 15,5
  
Château Calon Ségur, Saint-Estèphe: Mittlere bis gute Farbintensität. Verhaltene Nase, fruchtig, beim Schwenken würzig. Sanft, weich am Gaumen, auch ein wenig samten. Dem Wein fehlen insgesamt Kraft und Saft. Mittlere Länge im Abgang 15,25
 

Die bisherigen Verkostungs-Highlights
Sämtliche von uns verkosteten Weine finden Sie einige Monate nach der ursprünglichen Veröffentlichung auch in unserem Verkostungsarchiv

Griechenland (12/09)
Penfolds (11/09)
Extremadura (7/09)
Kalifornischer Pinot noir (6/09)
IDEWWINE (03/09)
Vertikale Marcobrunn (02/09)

Rieslinge Rheingau-Mosel 01/09
Unsere Besten 2008 (12/08)
Spanien 09/08
Deutscher Riesling 2007 09/08
Südafrika Cape Wine Guild 09/08
Bordeaux 2007 Primeurs 04-05/08
ProWein Highlights 2008 03/08
Erschwinglicher Bordeaux 11/07
Georgien - Georgia on my mind 07/07
Portugal - Großes im Verborgenen 04/06
Listrac-Vertikale 02/06
Altehrwürdige Vinx Doux Naturels 01/06
Südafrika in London 11/05

Klassifizierte Australier 10/05

Swiss - on Top 09/05

Languedoc - preiswert & gut 01/05

Highlights vor 2005

Spanische Legende - Único 11/04 ++ Cabernet aus Österreich 09/04 ++ Bordeaux-Grands-Crus 08/04 ++ Gewürztraminer 07/04 ++ Anteprima Toskana 06/04 ++ Südafrikanische Icon-Wines 05/04 ++ Venetien & Sardinien 03/04 ++ Toskana in Hamburg 02/04 ++ Ungarn und Griechenland 01/04 ++ Navarra und Ribera del Duero 11/03 ++ Baden-Toskana in HH 10/03 ++ Toskanische Küste 09/03 ++ Ardèche 02/03 ++ Traumweine des Jahres 2002 01/03 ++ Louis Jadot - Corton und Vougeot12/02 ++ Lageder - Römigberg-Vertikale 11/02 ++ Champagner - und die anderen .... 10/02 ++ Sassicaias Jünger - en primeur 09/02 ++ Unbekanntes weißes Bordeaux 08/02 ++ Süsses aus Österreich 07/02 ++ Rote Spitzen-Australier 06/02 ++  Neuseeland in Hamburg 06/02 ++ Österreich - Rotweingipfel 06/02 ++ Rheinhessen 05/02 ++ Reifer Barolo 05/02 ++ California meets Berlin 04/02 ++ Sachsen & Sachsen-Anhalt 04/02 ++ Deutscher Pinot 03/02 ++ Portwein 02/02 ++  Gallo's California 02/02 ++ Spanische Klasse 01/02 ++ Schweizer Spitzen 01/02 ++ Stilvergleich F/I/D 01/02 ++ Bourg-Sauternes 12/01 ++ Italien - Antinori 12/01 ++ Verschiedenes Frankreich 11/01 ++ Verschiedenes Portugal 11/01

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Unser Punktesystem: Weine
 
-- / ?? offen fehlerhafter oder nicht zu beurteilender Wein (Flaschenproblem)
* zu einfacher, evtl. auch leicht fehlerhafter Wein, nicht empfehlenswert
** Wein mit einem Minimum an Qualitäten, akzeptabel wenn im unteren Preisbereich 
*** befriedigender, ansatzweise typischer Wein, angenehm zu trinken
**** guter bis sehr guter Vertreter seiner Art und seines Jahrgangs
***** Spitzenwein von internationalem Format
***** Traumweine, die kleine Elite 1)
* - **** ? nicht eindeutig zu bewertender Wein

Weinproben von Eno WorldWine werden soweit wie möglich unter optimalen Bedingungen, wenn es geht blind durchgeführt, um eine eventuelle Verfälschung der Resultate, Voreingenommenheit und Irrtümer auszuschalten. Auch dann aber sind Verkostungs-Urteile immer nur subjektive Momentaufnahmen und hängen nicht zuletzt von der Authentizität der Proben ab, die uns präsentiert werden. Die Redaktion lehnt deshalb jede Haftung für Weine ab, deren geschmackliche Qualitäten nicht den hier geschilderten Eindrücken entsprechen. Unsere Bewertungen stellen eine Synthese aus aromatischem und geschmacklichem Volumen, Typizität, Alterungsfähigkeit und Trinkgenuss dar. Eno-Verlag distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt aller evtl. in diesen Reports verlinkten Seiten und übernimmt keinerlei Verantwortung für die Verfügbarkeit der Weine sowie für den Geschäftsverkehr mit den jeweiligen Firmen wird keine Haftung übernommen.

1) Die Unterscheidung zwischen Spitzen- und Traumweinen wird erst in unseren Verkostungsreports ab Januar 2003 getroffen. Im Datenbank-Archiv sind diese Traumweine mit *****+ gekennzeichnet.

Unser Punktesystem: Weingüter

Die große Zahl von Verkostungen, die wir in den letzten Jahren durchführen konnten, erlaubt es uns, auf dieser Basis jetzt auch die Erzeugerbetriebe insgesamt zu bewerten. Um diese Wertung deutlich gegenüber der Weinbewertung abzusetzen, vergeben wir für Erzeuger maximal drei Sterne (@, in älteren Reports auch P), allerdings mit Zwischenstufen. Diese Weingutsbewertungen sind natürlich nur dort möglich, wo wir eine gewisse Mindestanzahl Weine bzw. Jahrgänge verkosten konnten und stellen eine Langzeitbewertung auf Basis der letzten 10 - 15 Jahrgänge dar, die vom Eindruck eines bestimmten Tastingreports, d. h. einer Momentaufnahme, abweichen kann. Um die aktuelle Leistungsfähigkeit eines Erzeugers korrekt einschätzen zu können, sollten daher immer sowohl die Langzeitbewertung als auch die konkreten Verkostungsergebnisse berücksichtigt werden.

@@@ Die kleine Elite der Region und des Landes, gehört zu den Spitzenweingütern der Welt
@@ Sehr gute Erzeuger mit stabiler Qualität
@ Erzeuger mit meist guten Weinqualitäten 
@ halbe Sterne 

EWW-Weinkategorien:

Um unseren Lesern jenseits aller Herkunftsbezeichnungen und Geschmacksangaben auf den Etiketten einen Hinweis zu geben, zu welchem Geschmackstyp die verkosteten Weine gehören, haben wir das Weinspektrum in 14 Kategorien eingeteilt, die ab 2006 hin und wieder zusätzlich zu den Bewertungen angeführt werden:

1 Leichte, trockene Weißweine 
2 Kräftige, trockene Weißweine
3 Roséweine
4 Leichte, fruchtbetonte Rotweine
5 Fruchtbetonte, kräftige Rotweine
6 Tanninbetonte, kräftige Rotweine
7 Schwere, alkoholreiche Rotweine
8 Deutlich restsüße bzw. süße Weißweine
9 Liebliche bzw. süße Rotweine
10 Edelsüße und Eis-/Strohweine
11 Trockene Likörweine
12 Süße Likörweine
13 Perlweine
14 Schaumweine

Natürlich ist eine solche, grobe Kategorisierung zwangsläufig immer unvollkommen. Innerhalb jeder einzelnen Gruppe wären beispielsweise Untergruppen vorstellbar. Man könnte bei den leichten, trockenen Weißen zwischen den aromatisch neutraleren und den Bukettweinen mit ausgeprägtem Sortenduft unterscheiden. Bei den Edelsüßen könnte man darüber streiten, ob nicht eine Unterteilung in alkoholschwache und alkoholreiche Weine sinnvoll wäre, und bei den alkoholreichen Roten darüber, ob ihr nur spezielle Weintypen wie der italienische Amarone angehören oder generell alle Rotweine aus heißen Anbaugebieten bzw. heißen Jahren, wenn sie ebenfalls hohe Gradationen erreichen. Aber eine solche, weitergehende Untergliederung würde dem wichtigsten Nutzen dieser Einteilung zuwider laufen – dem nämlich, dem Verbraucher eine erste Orientierung im Ozean der Weintypen zu bieten.